Schweiz - Zürich - Zürich


Ambassador Hotel





Allgemeiner Hotelbereich Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Service (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Gastronomie (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Zimmer (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


 
Reisezeitraum: 04.01.2008 - 06.01.2008

Auf UrlaubTest-Reise waren: Bernd (54) und Brigitte (47)

Hotel:

Schon der erste Eindruck ist mächtig. Das luxuriöse Hotel befindet sich direkt neben dem Opernhaus von Zürich und dem Züricher See. Es ist ein hohes, imposantes, komplett renoviertes Gebäude mit fünf Etagen, 46 komfortablen Zimmer (70 Betten). Zum Einchecken kann man direkt vor dem Hotel parken. Anschließend empfiehlt es sich, die Dufour Straße etwa 800 m entlang zu fahren, um dann in dem rechts gelegenen Parkhaus sein Fahrzeug ab zu stellen und es für die Aufenthaltsdauer dort zu lassen, denn da das Hotel sehr zentral liegt und es unzählige öffentliche Verkehrsmittel und Taxen gibt, braucht man das Auto nicht. Alle Zimmer sind in Lifestyle-Farben gehalten, das Restaurant mit Hotelbar ist ein einziges großes Gemälde mit Szenen aus allen möglichen Opern an den Wänden und über die komplette Decke.

Lage:

Das Ambassador à l'Opéra Hotel liegt unweit der prächtigen Einkaufsmeile von Zürich, der Bahnhofstrasse, etwa 10 Minuten zu Fuß. Direkt vor dem Hotel ist eine Straßenbahnhaltestelle, falls jemandem eine Sehenswürdigkeit zu Fuß zu weit entfernt sein sollte. In unmittelbarer Nähe des Hotels gibt es eine Vielzahl an Geschäften und Gastronomiebetrieben. Neben der sehr guten Hotelküche ist das italienische Lokal „Molina“ zu empfehlen, einige Minuten Richtung City, einfach am See entlang.

Service:

Das Servicepersonal war äußerst freundlich und sehr zuvorkommend, alle Wünsche wurden einem von den Augen abgelesen. Sprachliche Probleme gibt es keine, man spricht deutsch, schwyzerdeutsch, französisch, italienisch und englisch. Das ganze Hotel ist schon beinahe penibel sauber, nirgends ein Staubkorn, keine Flecken in Fliesenfugen, sehr gepflegte Teppiche. Die Zimmer hatten WLAN und PC. Auf dem Tisch stand eine Flasche Mineralwasser zum kostenlosen Verzehr. Die Minibar wurde immer rechtzeitig aufgefüllt.

Zimmer:

Unser Zimmer, ein dem Gebäude entsprechendes Zimmer mit hohen Decken, in warmen gelben Farben eingerichtet. Es war ausreichend groß und mit Klimaanlage ausgestattet, die man sehr gut gebrauchen konnte, da das gesamte Gebäude etwas zu stark beheizt war. Es verfügte über einen Einbauschrank, dessen Türen richtig schlossen und nicht knarrten. Ein Schreibtisch mit WLAN-Anschluss und Flachbildschirm Fernseher (Sat-TV und Pay-TV) mit Tastatur konnte auch als Computer genutzt werden. Das Doppelbett war einzeln elektrisch verstellbar und so was von bequem, man wollte kaum mehr aufstehen. Die Bettwäsche war hochwertig, sehr leicht und trotzdem angenehm warm. Ein Bademantel mit passenden Pantoffeln in weiß lag ebenfalls bereit. Die Minibar war reichlich bestückt. Das Badezimmer verfügte über eine Badewanne mit Glastürenaufsatz, der zur Duschkabine umgebaut werden konnte. Die Tür zum Badezimmer mit Toilette hat eine etwas hohe Öffnung zwischen Boden und Türunterkante, dies ist aber wegen des sehr positiven Gesamteindrucks unbedeutend.

Frühstück:

Das Frühstück ließ keine Wünsche offen. Es gab Kaffee, Tee, diverse Säfte, Tee, Mineralwasser, Milch und Champagner. Verschiedene Brötchen- und Brotsorten, süßes Gebäck wie Sandkuchen oder Rosinenbrötchen, Croissants standen zur Wahl. Eine große Auswahl an Marmeladen, Honig, Wurst, Schinken, Käse und gekochten Eier rundete das Buffet ab, welches natürlich auch sämtliche Cerealien wie Cornflakes, Haferflocken und Müslis enthielt. Dazu gab es Joghurts, Schweizer Müsli, frisches Obst, gekochtes Obst und viele Früchte. 

Opernführung:

Nach dem Willkommenstrunk (nach Wahl) sind wir direkt zur Oper gegangen, um unsere Führung durch das Opernhaus und den Backstagebereich zu machen. Treffpunkt war der Billettverkauf. Wir waren freudig erstaunt, als uns die kaufmännische Leiterin des Opernhauses eröffnete, dass sie uns persönlich durch das Opernhaus führen werde, nur uns beide. Eine Führung im Verhältnis 1:1 also. Wir sind durch sämtliche Räume dieses Opernhauses gekommen und bekamen alles bis ins kleinste Detail sehr ausführlich beschrieben und auch in der Praxis gezeigt. Das Operhaus steht auf 80.000 Pfählen, weil es zum Teil auf ehemaligem Seegelände steht. Teile des Opernhauses sind im See, also unter der Wasseroberfläche, gelegen. Es ist kaum vorstellbar, was an Logistik und Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden muss, damit dieses eher kleine Opernhaus betrieben werden kann. Der Gang hinter die Bühne zeigte uns Teile des Betriebes, die die eigentliche Schaltzentrale des Hauses sind, von hier aus wird alles gesteuert. Aus der Direktionsloge durften wir dann einen Blick in die eigentliche Oper werfen und wir konnten sehen, wie sich der Saal mit adrett gekleideten Menschen füllt und wie im Orchestergraben die Instrumente gestimmt und eingespielt wurden. Die Aufführung der Oper ist in diesem Spezial nicht enthalten, sondern muss zusätzlich gebucht werden. Auch ohne Aufführung waren wir doch sehr beeindruckt und können diese Führung nur empfehlen, sie zu versäumen, wäre ein Fehler.

3-Gang Opernserenade:

Das zugehörige 3-Gänge-Menü hatten wir dann am Samstag dieses Wochenendes gebucht. Wir hatten im Restaurant einen Tisch für 19 Uhr reserviert, waren aber schon gegen 18 Uhr da, um noch an der Bar ein Getränk zu nehmen. Der uns mittlerweile gut bekannte Leiter des Restaurants und der Bar hat sofort gemerkt, dass der Tisch im Nichtraucherbereich leider völlig falsch angesiedelt war, da Brigitte Raucherin ist. Selbstredend wurde sofort im Raucherbereich ein wunderbarer Tisch für uns vorbereitet und wunderschön eingedeckt. Auf der Tischkarte waren einige Weine aufgeführt, darunter auch ein Riesling aus Luxemburg. Als Einwohner von Baden Württemberg stehen wir natürlich auf einen Riesling und haben diesen geordert. Wir wurden für diese Wahl beglückwünscht und wir können nur die Güte dieses Weines bestätigen. Nachdem wir zunächst die normale Speisekarte erhalten hatten, wurde sofort bemerkt, dass wir das Opernspezial gebucht hatten und damit eine entsprechende Karte zu bekommen hatten. Diese Karte enthielt mehrere Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts. Wir haben uns zu einem Nüsslisalat (Feldsalat) mit geräucherter Gänsebrust entschieden. Danach folgten Rinderfiletspitzen in einer Cognac-Champagner-Sauce mit Wildreis. Den Abschluss bildete ein Glühweinparfait mit in Cassis getränkter, frischer Feige. Das Dressing zum Nüsslisalat war perfekt und die ganz dünn geschnittene Entenbrust passte wunderbar dazu. Zwischen Vorspeise und Hauptgang war dann eine etwas größere Lücke, welche man aber gut überbrücken konnte. Mir persönlich war dies egal, ich hatte ja Urlaub und war nicht unter Termindruck. Das Warten hatte sich gelohnt. Die Filetspitzen waren optimal gebraten, schön rosa, aber nicht zu roh. Die Wildreismischung war al dente, ganz köstlich und war ein Traum mit der Sauce. An den Nachtisch dürfen wir gar nicht denken, sonst übermannt uns der Wunsch, sofort wieder nach Zürich ins Ambassador zu fahren, um diese Köstlichkeit zu bekommen. Das Parfait war auf den Punkt getroffen, die Feige so zart, dass man ohne weiteres die Schale hätte mitessen können. Das Auge isst mit, heißt es und genauso wird im Ambassador angerichtet. Alle Speisen und Getränke werden sehr appetitlich serviert und gleichen kleinen Kunstwerken. Zum Abschluss einen Espresso – was will man mehr? Das Menü, welches zum Opernspezial gehört, können wir allen Besuchern des Ambassadors sehr empfehlen.

Gesamteindruck des Hotels:

Wir haben uns in diesem wirklich luxuriösen Hotel sehr wohlgefühlt. Mit seiner perfekten Küche (das Restaurant wurde zu allen Mahlzeiten stets auch von nicht Hotelgästen besucht) und einem rundum perfekt eingespielten Team können wir es wärmstens weiter empfehlen. 

Einkaufsmeile „Bahnhofstrasse“:

Wie jede größere Stadt hat auch Zürich seine Einkaufsmeile, die sich in nichts von der Königsstrasse in Stuttgart, dem Ku-Damm in Berlin oder der Kö in Düsseldorf unterscheidet. Boutiquen alle führenden Marken, Kaufhäuser, Spezialitätengeschäfte und so weiter sind hier zu finden.