Reisezeitraum: 10.10.2008 - 12.10.2008Auf UrlaubTestreise waren Björn (39), Maleike (32), Lina (10), Fynn (5)
Gebucht wurden 2 Übernachtungen in der Seeräuberkajüte für 2 Erw. und 2 Kinder Inkl. Halbpension mit Showprogramm und freien Eintritt in den Park
Hotel
Das Port Royal ist ein 4-Sterne-Themenhotel, welches seines Gleichen sucht. Schon bei der Anfahrt, wenn man das Hotel zum ersten Mal sieht, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Imposant, wie eine Festung, mit zwei kleinen Türmen rechts und links, weckt das Port Royal die Neugierde auf mehr. Bereits im Eingangsbereich wartet der erste Pirat auf die Gäste und spätestens, wenn man an der Rezeption steht und sich umsieht, fühlt man sich in die Piratenzeit zurück versetzt. Trotzdem fehlt es nicht am nötigen Komfort: moderne, gemütliche, aber ins Ambiente gut passende Sitzecken, laden zum Verweilen ein. Das Port Royal verfügt über 150 Familienzimmer und 16 Komfortzimmer, die sich auf drei Etagen verteilen. Es gibt drei Fahrstühle, die genügend Platz für Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen bieten. Super sind die Gepäckwagen, die mir das Schleppen der Taschen erspart haben. Weiterhin gibt es zwei Restaurants, eine Seefahrer- und Piratenbar, eine große Showbühne mit Innen-, und Außenbereich sowie drei Konferenzräume für Tagungen oder Betriebsfeiern. Da das Hotel im Heidepark direkt an die Fassade des holländischen Stadtteils angebaut wurde, haben die Gäste einen direkten Zugang zum Park. Sehr angenehm, zumindest für uns, ist dass das Port Royal ein Nichtraucherhotel ist. Weiterhin stehen den Gästen hoteleigene, kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Das Hotel war gut besucht, vorwiegend von Familien mit Kindern, die in Piratenverkleidung das Hotel erobert haben.
Lage
Der Heidepark, bzw. Soltau liegt zentral zwischen Bremen, Hamburg und Hannover in der Lüneburger Heide am Fluss Böhme. Aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet kommend, ist Soltau über die A2 und die A7 zu erreichen. Direkt nach der Abfahrt ist der Heidepark schon ausgeschildert. Das Hotel Port Royal grenzt direkt an den Heidepark und ist extra ausgeschildert. Zum Zentrum nach Soltau sind es nur wenige Fahrminuten. Wer auf dem Rückweg von seinem „Piratenwochenende“ noch einen Abstecher dorthin machen möchte, der kann u .a. das Norddeutsche Spielzeugmuseum besuchen oder sich in der Soltau-Therme entspannen.
Zimmer
Unsere Seeräuberkajüte war ein großzügiges, stilechtes Familienzimmer, das getreu der Erlebniswelt des Port Royal mit viel Liebe zum Detail ausgestattet wurde. Der Wohnraum besteht aus einem Doppelbett für die großen und einem Etagenbett für die kleinen Piraten. Ein großer Schrank bietet genügend Platz für die Wochenendbekleidung. Ein Schreibtisch, mehrere Sitzgelegenheiten, u. a. ein Fass, runden die Innenausstattung ab. Durch die Verarbeitung von Holz und Naturstein wird für ein stimmungsvolles, historisches Ambiente gesorgt. Es sind viele Kleinigkeiten, die das Zimmer so faszinierend machen. Der LCD-Fernseher ist an der Wand angebracht und wird von einem goldenen Rahmen umgeben. Die Schreibtischunterlage ist eine antike Seekarte und die Leiter am Etagenbett ist mit dicken Tauen befestigt. Und selbst ein Badezimmer kann begeistern! Ein Waschbecken aus Naturstein, eine große Regendusche mit Holzumrandung, so dass man das Gefühl hatte, in einem Fass zu stehen, Natursteinfußboden und eine Latrinenholztoilette, wie ich sie auch noch nicht gesehen habe. Haartrockner, Kosmetikspiegel, Flüssigseife und Duschgelspender waren auch vorhanden. Ansonsten war die Kajüte mit einem Safe, Sat-TV mit integriertem Radio, Direktwahltelefon und analogem Modemanschluss ausgestattet.
Service
Das Personal im ganzen Hotel ist durchweg sehr freundlich, zuvorkommend und hilfsbereit. Schon der Empfang an der Rezeption war prima und das Einchecken problemlos. Wir haben direkt alle notwendigen Informationen bzgl. Zimmer, Essenszeiten und Parkbesuch erhalten. Die Kinder bekamen zur Begrüßung einen Piratenbeutel mit Säbel, Kopftuch, Fernrohr, Augenklappe und Schminke. Die Sachen konnten beim Auschecken wieder abgegeben oder für 10,- Euro als Souvenir gekauft werden. Auch das Service-Personal im Restaurant war sehr nett. Der „Empfangschef“ geleitete uns zu unserem Tisch und die Bedienung erklärte uns, welche Speisen es gab, und wo das Kinderbuffet und das Dessertbuffet zu finden sind. Beim Auschecken bekamen die Kinder zum Abschied noch ein Heidepark-Memory geschenkt. Das Personal leistete so seinen Beitrag, dass wir uns gut aufgehoben und sehr wohl gefühlt haben.
Gastronomie
Unser Wochenendarrangement, das „Rundum-Sorglos-Paket“, beinhaltete Frühstücks-, und Abendbuffet, welches im Restaurant „La Tortuga“ eingenommen wurde. Des Weiteren verfügt das Hotel noch über ein à-la-carte Restaurant. Das „La Tortuga“ ließ sowohl am Komfort als auch an der Auswahl der vielfältigen Speisen keine Wünsche offen. Das Restaurant ist sehr groß, gemütlich, rustikal eingerichtet und bietet zum Teil einen schönen Blick auf die Showbühne, die sich eine Etage tiefer befindet. Von 07:00 bis 10:00 Uhr konnte gefrühstückt werden. Das Buffet war mehr als reichhaltig, sodass man wirklich die Qual der Wahl hatte. Fünf verschiedene Brötchensorten, Croissants, Knäckebrot, eine große Auswahl an Wurst, Käse und Marmelade, Nutella und Honig, Gurken, Tomaten, diverse Salate, Lachs usw. Verschiedene Sorten Müsli und Cornflakes, Obst, Joghurt und Quark, für die Kids Kakao, Erdbeer-, Vanille- oder Bananenmilch. Und wer morgens gerne schon warm essen wollte, der hatte die Auswahl zwischen Rührei, Omelettes, harten und weichen Eiern oder Nürnberger Bratwürstchen, die vom Koch stets frisch zubereitet wurden. Der Kaffee war gut und für Teetrinker waren auch mehrere Sorten vorhanden. Ein Plus auch für den O-Saft, der wie frisch gepresst geschmeckt hat. Wünschenswert wären jedoch kleine Tischmülleimer gewesen, so lag der Tisch voll mit Milchdöschen, Zuckertütchen, Margarine- und Nutellapäckchen. Das Personal war jedoch fleißig und hat benutztes Geschirr schnell abgeräumt. Gut gestärkt waren wir für den Heidepark gerüstet. Das Abendbuffet hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Für die kleinen Piraten gibt es ein extra Kinderbuffet, an dem die Speisen, wie auch am „Erwachsenenbuffet“, frisch zubereitet wurden.
Die Pizza konnten sich die Kids selbst mit Salami, gekochtem Schinken, Ananas und Käse belegen. Wer lieber Nudeln mag, hatte die Auswahl zwischen Tomaten-, und Bolognesesoße. Auch die Pommes und Chicken Nuggets wurden nach Wunsch der Kinder zubereitet. Prima, wie der Koch den Kindern alles erklärt hat und auf ihre Wünsche eingegangen ist. Da wir sehr gerne schlemmen, kamen wir voll auf unsere Kosten. Alleine am Salatbuffet hätte man sich schon satt essen können. Viel Auswahl, alles frisch und lecker, mehrere Sorten Dressing, dazu frisches Baguette. Oder wie wäre es mit Suppe als Vorspeise? Lust auf Wok? Jeder stellte sich sein Essen selbst zusammen, wobei der Koch mit Rat zur Seite stand, welche Gewürze und Soße gut zum Ausgewählten passten. Dann wurde alles frisch zubereitet und nach wenigen Minuten war alles fertig. Ein paar Meter weiter wartete schon der nächste Koch. Bei ihm hatte man die Auswahl zwischen Lachsfilet, Schweinesteak, Putenbrust und Grillschinken. Das ausgesuchte Fleisch wurde auch dort vor den Augen des Gastes frisch zubereitet. Als Beilage hatte man die Wahl zwischen Pommes, Kartoffeln, Kartoffelgratin und verschiedenen Nudelsorten. Dazu Gemüse: Pilze, Brokkoli, Paprika, Wirsing und Kaisergemüse..... Egal was wir gegessen haben, alles war super lecker! Kommen wir zum Nachtisch. Auch dort war es schwierig sich zu entscheiden, zumal wir ja eigentlich schon satt waren!! Aber wer kann zu Schoko-, Bananen oder Erdbeerpudding, Früchtecocktail (nicht aus der Dose!), Waffeln oder Crepes schon nein sagen?
Das Highlight des Dessert-Buffets war aber der Schokoladenbrunnen! Dort konnte sich jeder seinen Schokospieß selber machen. Der Bananenspieß war bei uns besonders beliebt, aber auch alles andere war spitze. Eis gab es übrigens auch noch. Ich bin mir sicher, lange nicht alles aufgezählt zu haben, das wäre aber auch fast unmöglich. Fest steht, das Abendbuffet ist erstklassig.
Sport und Unterhaltung
Der Heidepark Soltau ist mit 850.000 qm der flächenmäßig größte deutsche Freizeitpark. Wir hatten zwei Tage Zeit, den Park zu entdecken und haben trotzdem nicht alles gesehen. Wir waren schon in einigen anderen Freizeitparks, aber der Heidepark ist eine Klasse für sich. Um sich einen Überblick zu verschaffen, sollte man zuerst mit der Panoramabahn, dem Heidepark-Express (Haltestelle direkt am Hotel) oder einer der anderen Bahnen den Park erkunden. Dazu bietet sich auch der Panoramaturm an, von dem man in 75 Meter Höhe einen herrlichen Blick auf den gesamten Park hat. An der Rezeption erhält man aber auch einen Lageplan, der hilft, sich zurechtzufinden. Der Park hat für jede Altersklasse einiges zu bieten. Sieben Achterbahnen, drei Wildwasserbahnen, die altbekannten Kirmes-Klassiker wie Break Dance, Enterprise oder Bounty und vieles mehr. An den einzelnen Fahrgeschäften stehen Hinweisschilder, wie alt und wie groß man sein muss, um mitzufahren. Unsere Kinder sind im Alter von fünf und zehn Jahren, und uns war es wichtig, beiden gerecht zu werden. Da viele schnellere Attraktionen erst ab sechs Jahre zugelassen sind, musste der kleine Mann schon mal aussetzen und auf die große Schwester warten. Aber auch für die kleineren Gäste gab es viel zu erleben, da der Park eine Kinderwelt hat, wo man u. a. einen Übungsflug im „Roten Baron“ machen kann oder auf der „Monza-Rennstrecke“ eine Runde dreht. Prima auch die Westernstadt, in der nicht nur die Kleinen in der Indianer-Achterbahn oder auf dem Western-Riesenrad ihren Spaß haben. Da wir in den Ferien dort waren und der Wettergott es am ersten Tag besonders gut mit uns gemeint hat, war der Park entsprechend voll. Zwar verteilt sich alles recht gut, aber an manchen Attraktionen musste man eine Wartezeit zwischen 30 und 40 Minuten hinnehmen. Deshalb ist es schon ein Vorteil, zwei Tage den Park zu besuchen, um nicht von einem zum anderen Fahrgeschäft zu hetzen. Wer es etwas ruhiger mag, der kann mit dem Mississippidampfer über einen großen See schippern und dabei die 35 Meter hohe Freiheitsstatue bewundern. Wenn dann der Hunger kommt, hat man die Möglichkeit, z.B. im Brauhaus mit Biergarten oder einem anderen Restaurant zu essen. Es gibt aber auch einige Imbissbuden, um sich auf die Schnelle eine Kleinigkeit zu holen. Die Preise für Speis und Trank sind angemessen. Weiterhin bietet der Park mehrere tolle Shows an. Die actionreiche Piratenshow ist bei den kleinen Abenteurern gut angekommen und auch die Delfinshow war echt klasse. Dort hatte man nach der Show noch die Möglichkeit, dem Delfin-Trainer bei seiner Arbeit zuzuschauen. Zurück im Hotel ging es nach dem Abendessen mit der Unterhaltung weiter. Die kleinen Piraten konnten gegen 19:00 Uhr auf Schatzsuche gehen und ihr Piratendiplom machen. Eine Stunde später endete die Kinderanimation mit einer Gute-Nacht-Geschichte. Um die Zeit bis zu den nächsten Shows, die um 21:00 Uhr begannen, zu überbrücken, konnte man eine Runde Billard oder Darts spielen, ein Kickerkasten stand auch bereit.
Am ersten Abend gab es „Viva Lars Vegas“, eine Zauber-Persiflage. Über die mit viel Humor dargebotene Zaubershow mit tollen Tricks staunten nicht nur die kleinen Zuschauer. Ein absolutes Highlight war die Show „Dream“ am zweiten Abend. Eine Artistikshow von internationaler Klasse, eingefügt in eine Geschichte über die vier Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde. Unglaubliche akrobatische Leistungen, muss man selbst gesehen haben. Bei der Show jagt wirklich ein Höhepunkt den Nächsten.
Fazit
Das Wochenende im Port Royal und im Heidepark Soltau ist ein Abenteuer für Groß und Klein. Wer einmal der „normalen“ Welt entfliehen will und Spaß an Freizeitparks hat, der ist hier genau richtig. Mit dem „Rundum-Sorglos-Paket“ waren wir bestens versorgt. Wir würden dem 4-Sterne-Hotel locker noch den fünften Stern dazugeben, weil einfach alles perfekt war.
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.freizeitparkfun.de/heide-park_soltau.htm