Freizeitparks - Deutschland - Niedersachsen/Soltau


Hotel Port Royal & Heidepark Soltau





Service (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Gastronomie (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Zimmer (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Allgemeiner Hotelbereich Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


 
Reisezeitraum: 13.06.2008 - 15.06.2008

Auf UrlaubTest-Reise waren Gaby (38), Marcel (37), Philipp (10) & Jan (5)

Hotel:
Das 2007 eröffnete Hotel Port Royal wurde frei nach einer Geschichte der Karibik aus dem 17. Jahrhundert, als noch die Piraten ihren Unfug trieben, erbaut. Von außen sah es aus wie ein historisches Gebäude aus England. Schon in der Einfahrt betrat man die Vergangenheit – die Zeit der Piraten. Man wurde von „Halunken“ begrüßt, die vor der Einfahrt verweilen. Es waren genügend Parkplätze vor dem Gebäude vorhanden. Diese waren mit Schotter versetzt, so dass bei starkem Regen (wie wir ihn an dem Wochenende hatten) Pfützen rund um die Autos vorhanden waren und man aufpassen musste, beim Aussteigen keine nassen Füße zu bekommen. Zum Eingang gingen wir durch die Einfahrt hinauf. Man kam durch ein großes Tor und erreichte nach einigen Schritten das große Foyer, von wo aus man schnell in alle Richtungen gelangen konnte. Rechterhand waren der Empfang und weiter durch einige Räume sowie ein Seminarraum und ein „Chillout-Bereich“ gelegen. Geradeaus ging es eine Etage hinunter, von wo man in den Park gehen, und in die Bar gelangen konnte. Auf der linken Seite gab es einen kleinen Lift und die Durchgänge zum Restaurant und zu den öffentlichen Toiletten. Im ganzen Foyer fühlte man sich wie in einer Piratenstadt, also wie im 16. Jahrhundert in Jamaika. Alles war rustikal und harmonisch eingerichtet und in den karibischen Farben Braun, Creme, Weiß und Rot gehalten. 150 Familienzimmer erwarteten ihre Gäste – auch Geschäftsleute –, die sich von dieser Zeit einfangen lassen wollten. 16 weitere Kajüten waren um eine Badezuber (-wanne) größer. In den Gängen zu den Zimmern gab es gusseiserne Wandleuchten (Fackeln) und Bilder mit historischen Piraten mitsamt Erklärung zu dieser Zeit. Der Boden war überall im dunklen Braun gehalten, die Wände weiß, bzw. mit Steinmauern. Die Leuchten waren alle gusseisern und mit Kerzennachbildungen. Die Fluchtpläne waren handgezeichnet und die Feuerlösch-Schläuche in passend bemalten Schränken „versteckt“. Alles fügte sich sehr harmonisch in das Piratenthema ein!!!

Zimmer:
Die Zimmer waren ebenfalls thematisch eingerichtet. In einer Kajüte für zwei ausgewachsene und zwei halbstarke Piraten standen ein Doppel- und ein Etagenbett. Die Betten waren – wie fast alles – aus Holz, hatten kein Lattenrost, sondern gelochte Bretter, die den Schlafkomfort nicht minderten – vorausgesetzt man schläft wie wir gerne hart. Weiter war das Zimmer mit einem Kleiderschrank, in dem auch ein Safe für die ergatterten Goldtaler steht und einem Schreibtisch, an dem man gleich die neue Schatzkarte zeichnen zu können, sowie mit einer Schreibunterlage, einem Bleistift und Prospektmaterial über das Hotel und den Freizeitpark, sowie einem Flucht- und Verhaltensplan für den Brandfall, eingerichtet. Az0erdem gab es einen Sessel für den Kapitän und ein großes Fass für den Rotwein. Der LCD-Fernseher war in einen Bilderrahmen eingelassen, der mit einem schönen Standbild nicht auffiel. Auch die Kofferablage fehlte nicht und die Lampen im Zimmer nahmen das Piraten-Thema wieder auf. Sogar ein Fußbänkchen für die kürzer geratenen war vorhanden – genial!!! In den Zimmern gab es auch Verbindungstüren – sehr gut für größere Familien geeignet! Im Bad gab es noch ein großes Highlight: das „Plumpsklo“. Dieses bewirkte, dass meine Söhne nur auf dem Zimmer aufs Klo wollten. Dazu war das Waschbecken aus einem ausgehöhlten Stein, welcher auf einem Holzregal stand. Die Dusche war aus Dielenbrettern (keine Ahnung, welches Material es wirklich war) gebaut. Man konnte sich entweder von der Regendusche berieseln oder mit einer separaten Handdusche benässen lassen. Die Handtücher wurden gleich am ersten Morgen ausgetauscht, obwohl wir diese nicht auf den Boden geworfen hatten.

Service:
Wir sind sehr freundlich empfangen worden. Nachdem wir die Formalitäten wie Name, Adresse, etc. erledigt hatten, wurde uns alles Nötige erklärt: Öffnungszeiten des Restaurants, Eintritt in den Park und, und, und… Die „Zimmerschlüssel“ bestanden aus Karten, die mit einem Code versehen waren. Man musste nur die Karte vor den Sensor an der Türklinke halten. Wenn der Code für das richtige Zimmer war, entriegelte sich die Tür. Also kinderleicht selbst für die Kleinsten zu öffnen, wenn man seine Kinder auch mal alleine auf das Zimmer schicken musste/wollte. Da alles soweit in unseren Augen nahezu perfekt war, benötigten wir keine Sondermaßnahmen, aber es machte auch so den Anschein, dass das Personal den Gästen fast alle Wünsche erfüllen würden oder Anmerkungen bearbeiten würden.

Gastronomie:
Es gab ein Büffetrestaurant und ein à la carte Restaurant. Das Büffet-Restaurant war riesengroß. Von dort aus konnte man auch auf den so genannten „Marktplatz“ sehen, zu dem man über zwei Treppen gelangen konnte. Wenn man an der Brüstung saß, konnte man auch von dort aus die abendliche Show beobachten. Zum Abendessen – welches zu zwei Zeiten angeboten wurde (18.00-19.30 Uhr oder 19.30-21.00 Uhr) – wurden wir am Eingang des Restaurants empfangen und zum Tisch geleitet. Das Büffet war in vier Bereiche eingeteilt: Kinderbuffet, Vorspeisen, Hauptgang und Dessert. Für die Kinder gab es noch eine extra Pizza-Theke. Die Kinder (und natürlich nicht nur die, sondern auch die kleinen Großen ;-) konnten sich dort eine kleine Pizza selber belegen, die ein Koch in den Ofen schob. So war der Abend gerettet, denn die Kinder hatten erst einmal ihr Lieblingsgericht. Die Vorspeisen wurden auf einem Wagen aufgetischt – von Brot über Salat war eigentlich alles dabei. Um das Buffet für den Hauptgang konnte man wie um ein Haus gehen, an dem man an jedem Fenster etwas anderes wählen konnte – nur dass hier alles eine offene Theke war. Es gab frisch aufgeschnittenes Fleisch und die passenden Beilagen dazu. An den Seiten standen in den Warmhaltebehältern das Gemüse, weitere fleischliche Köstlichkeiten und weitere Beilagen. Am Dessertbuffet gab es für die Kinder besondere Kühltheken für Eis am Stiel, wo sie sich endlos und kostenlos Eis nehmen konnten. Ansonsten gab es diverse Cremes in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Mousse au chocolat, etc.), die jeweils in kleinen Gläsern kredenzt wurden. Super zum Probieren von verschiedenen Nachtischen, aber es konnte auch ein wenig peinlich werden, wenn man sich von einer bestimmten Creme mehr als ein Glas nahm ;-) Angeboten wurden auch Bananen, die man nach eigenem Geschmack mit Schokolade – schwarz und/oder weiß – begießen konnte. Himmlisch… Das Servicepersonal war in jedem Bereich sehr freundlich, immer präsent und entfernte leere Teller zügig. Sie fragten auch immer wieder nach, ob alles in Ordnung sei, allerdings ohne dabei zu nerven! Selbstverständlich waren die Kellner themengerecht wie zur damaligen Zeit gekleidet. Zum Frühstück standen Brötchen und Brot auf dem Wagen, die Wurst-, Käse- und Fleischsalatplatten, wie die frisch zubereiteten Spiegeleier und Würstchen bekam man wieder am Hauptgang-Bereich. Im letzten Abteil fand man das Müsli sowie die Cornflakes in jeglicher Form. Leider waren die Säfte – Multivitamin, Orange und Apfel – nicht frisch gepresst, aber dennoch lecker. Kaffee wurde immer wieder nachgeschenkt, so dass man nicht das Gefühl hatte, zu spät zu sein – auch wenn es mal so war ;-)

Kinder-Bereich und -animation:
Die Kinder – egal welches Alter – wurden um 19.00 von einem Piraten entführt, bei dem sie das „Piratendiplom“ machen konnten. Er schminkte sie erst, verteilte Accessoires, die ein Pirat benötigt und machte außerdem mit den Kindern eine „Schatzsuche“, die durch das ganze Hotel ging. Zum Abschluss gab es Taler und Perlen aus der Kiste und eine Gutenachtgeschichte. Im Restaurantbereich gab es auch eine Spielecke, die mit kleinen Fässern zum Sitzen, einer Piratentafel, etlichem Spielzeug und einem Fernseher bestückt war. Zwei Billardtische luden zum Duell ein.

Show:
An jedem Abend fand eine Show statt. Wir sahen am ersten Abend (Freitag) eine artistische Show „Dream“ in der Art wie Cirque du Soleil – sehr phantasievoll und am Samstag war der Zauberer „Lars Vegas“ im Hotel zu Besuch. Die Shows wurden auf der hoteleigenen Bühne dargestellt. Man saß auf dem „Marktplatz“ und wurde von der Bar „Captain Hook“ bewirtet.

Bar:
Die Bar war wie in den Bug eines Schiffes eingebaut. Drumherum konnte man auf verschiedenen Plätzen, z.B. an Riesenfässern, Mannschaftstischen etc. sitzen. Die Getränkekarte klebte auf einem Buddel Rum. Die Auswahl ist reichlich. Die Preise sind normal, also nicht überteuert. Für Cocktails musste man allerdings etwas mehr berappen. Man konnte hier gemütlich den Tag ausklingen lassen.

Lage:
Das Hotel lag im holländischen Bereich am Rande des Parks. Es wirkte als gehöre einfach zum Park dazu. Man ging aus dem Park durch den „Hintereingang“ – relativ unauffällig für die anderen Parkgäste – in das/aus dem Hotel. Nach Parkschluss war also Superstille. Auch bei Betrieb war die Geräuschkulisse nicht störend, da das Hotel im ruhigen Bereich stand.

Unterhaltung:
Der Unterhaltungsfaktor war sehr hoch! Und auch ohne Heide-Park fiel es schwer, sich in diesem Hotel zu langweilen! Zwei Billardtische standen für die Ausfechtung eines Kampfes bereit, die abendlich wechselnden Shows, das Piratendiplom für die Kinder, abends Hintergrundmusik – teilweise sogar live!!! – ansonsten Piratenmusik. Man konnte ständig in Park und Hotel ein- und ausgehen, so dass man keine Tasche mit sich tragen musste.

Vergnügungsparkpark:
Der Park war weitläufig und sehr familienfreundlich. Für jede Altersstufe gab es Möglichkeiten, Spaß zu haben. Die Bereiche waren in Themen aufgeteilt. Es gab natürlich sehr viel Action, aber auch Ruhezonen um zu verschnaufen. Natürlich war so ein Freizeitpark nicht ganz allwetterfest; zu dem Zeitpunkt, als wir den Park besuchten, war es sehr nass. Nur gut, dass wir uns zu den heftigen Regenphasen ins Hotel zurückziehen konnten. Die Show-Bereiche sind zum größten Teil unter freiem Himmel, somit sind bei dem Regenwetter die Darbietungen leider ausgefallen bzw. erst zu dem nächsten Zeitpunkt aufgeführt worden. Dadurch haben wir leider auf die Piratenshow verzichten müssen. Da der Park schon einige Zeit existiert, waren manche Fahrgeschäfte natürlich nicht mehr die neuesten, was nicht heißt, dass diese ungepflegt oder technisch unsicher wirkten. Ganz im Gegenteil, wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, dass an Pflege oder Wartung gespart wird. Die neuen Bereiche, wie z.B. Luckyland, Screamie waren voll auf der Höhe der Zeit, und sprachen die Kinder total an.Man konnte an diversen Events wie z.B. kleinen Konzerten teilnehmen, die an verschiedenen Terminen stattfanden. Auch Kindergeburtstage konnte man hier feiern und sogar heiraten konnte man in der kleinen Kapelle des Parks und anschließend im Capitol feiern.Das Personal war recht international, mit guten Deutschkenntnissen und sehr freundlich und hilfsbereit.

Der Park ist auf jeden Fall zu empfehlen!!! Es machte sehr viel Spaß, sich dort aufzuhalten. Die verschiedenen Bereiche hatten größtenteils für jede Altersgruppe eine Attraktion. Wir waren bereits zum zweiten Mal in diesem Vergnügungspark und sind immer noch sehr begeistert! Da wir im Rheinland wohnen und von diversen Parks umgeben sind, und diese auch besucht haben, können wir sagen, dass der Heide-Park mit zu den Schönsten und Weitläufigsten gehört. Wir werden auf jeden Fall diesen Park gerne wieder besuchen!!!

Fazit unseres Kurzurlaubs:
Schon mit dem Zeitpunkt, als wir die Einfahrt zum Hotel kamen, war die Spannung so groß, was uns so alles erwarten würde, dass unser 5-jähriger leichtes Fieber bekam. Die Jungs (10 und 5) wussten gar nicht, wo sie zuerst hinsehen sollten. Überall kleine Accessoires, wie z.B. die Taler zum Essen in der Schatzkiste, wo jeder hineingreifen durfte, sooft er mochte. Und die Pizzatheke war der größte Hit für die Kinder! Endlich mal selber ein Pizzabäcker sein. Die Kinder konnten auf extra drapierten Stühlen wie ein Captain am Tisch sitzen. Am ersten Morgen stürzten wir uns direkt nach dem leckeren Frühstück in den Park, der unglaublich groß war und mit vielen Fahrgeschäften und Vorstellungen (teilweise wetterabhängig) aufwartete. Wie schon gesagt, unser Kurzer bekam so hohes Fieber, dass er fast nur auf dem Zimmer lag und so gut wie nichts ausnutzen konnte. Hinzu kam, dass auch Petrus uns gegenüber nicht gerade gut gesonnen war. Es goss recht oft wie aus Eimern, so dass man Unterschlupf suchen musste. Kaum waren wir der Meinung, es würde sich wieder auflockern, zog es sich schon wieder zusammen. Wir kamen uns vor, als würden wir eine gemeine Wolke über uns tragen ;-) Somit haben wir leider auch keine schönen Luftbilder vom Hotel machen können. Der Große hatte Spaß, sich die Geschichten, bzw. Sagen über die Piraten durchzulesen, dessen Portraits an jeglichen Wänden hingen. Man könnte für die etwas größeren Piratenanwärter einen bestimmten Piraten im Hotel suchen lassen. Das wäre ein grandioser Spaß, in diesem großen Hotel. Am zweiten Morgen sind wir schweren Herzens, dass wir die Zeitreise bald beenden mussten, aufgestanden. Wir haben ausgecheckt, genüsslich gefrühstückt und danach noch ein Weilchen den Park unsicher gemacht. Wir werden diese drei Tage in schöner Erinnerung halten – trotz Fieberschübe und Regengüsse – und bald sicherlich wieder Gäste dieses Hotels werden.