Österreich - Tirol - Serfaus


Kinderhotel St. Zeno





Allgemeiner Hotelbereich Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


Service (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Gastronomie (allgemein) Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


 
Reisezeitraum: 28.03.2009 - 04.04.2009

Auf UrlauTestreise waren Michael (31), Sabine (31) und Philipp (4)

Gebucht wurden 7 Tage all Inclusive

Lage:
Das Kinderhotel St. Zeno liegt im Ortsteil St. Zeno etwas außerhalb von Serfaus. Anzumerken ist, dass Serfaus ein autofreier Ort ist. Es ist nur zu An-/Abreise, Ausflugsfahrten oder Notfällen erlaubt, mit dem Auto durch den Ort zu fahren. Dies haben wir als sehr entspannend empfunden, da ein Schlendern durch den Ort nicht durch permanenten Verkehrslärm getrübt wird. Außerdem können längere Strecken mit der Serfauser U-Bahn bewältigt werden. Serfaus ist ein Teil des großen Ski-/Wandergebietes Serfaus-Fiss-Ladis.

Hotel:
Das Kinderhotel St. Zeno in Serfaus machte von außen einen sehr gemütlichen und einladenden Eindruck. In der landestypischen Art mit viel Holz fügte es sich harmonisch ins Ortsbild ein. Der gemütliche Eindruck spiegelte sich im Inneren des Hotels wider. Die Rezeption lag im ersten Stock und war per Treppe oder Aufzug zu erreichen. Bei unserer Ankunft sind uns gleich die Treppenschutzgitter aufgefallen. Wie wir finden eine prima Idee, damit die kleineren Kinder aus dem Spielzimmer, welches sich ebenso wie Speisesaal, Foyer und Lounge im ersten Stock befindet, nicht ausbüchsen können. 

Begrüßung:
Bei unserer Ankunft wurden wir sehr freundlich in Empfang genommen und sogar von der Chefin persönlich begrüßt. Der immer gut gelaunte Hausmeister war uns beim Hochbringen der unendlich vielen Koffer behilflich. Am Samstagabend gab es eine Infoveranstaltung, welche die Inhaberin für die Neuankömmlinge persönlich abhielt. Das fanden wir sehr praktisch, da wir sonst mit dem reichhaltigen Angebot des Hotels und der Ferienregion überfordert gewesen wären. Schön war auch, dass eine Vertreterin der Skischule Serfaus ebenfalls vor Ort war und die meisten Fragen zum Thema Skifahren – im Winter wirklich das absolut bestimmende Thema in Serfaus – beantwortet hat. Eine Führung durch das Hotel und ein Glas Sekt rundeten den Abend ab.

Kinderbetreuung:

Am nächsten Tag war dann nach dem Skifahren Zeit, den Rest des Hotels zu entdecken. Philipp hat die Kinderbetreuung gleich ausgiebig getestet und sie für absolut empfehlenswert befunden. Wir haben unser Kind in diesem Urlaub praktisch nicht gesehen. Die drei Damen des Betreuungsteams machten einen durch und durch engagierten und liebeswürdigen Eindruck auf uns. So fiel es wirklich allen Kindern leicht, in der Betreuung zu bleiben. Die funktionierte so: Die Betreuung war in zwei Gruppen unterteilt: Kinder von 0-1 und Kinder von 2-3. Am Vorabend meldeten die Eltern ihre Kinder für die Betreuung am nächsten Tag an. Vermerkt werden musste die Handynummer der Eltern, die Dauer der Betreuung, das Alter des Kindes und evtl. Besonderheiten wie Allergien. Die Kinder konnten dann am nächsten Tag entweder in der Krippe oder im Spielzimmer abgegeben werden. Die Kleinen sollten mit Wechselwäsche und geeigneter Kleidung für außen ausgestattet sein, da die Betreuerinnen mit ihren Schützlingen auch raus gingen, um z.B. bei der Fütterung von Zeni, dem hauseigenen Esel, zuzusehen. Die älteren Kinder, die untertags an den Skikursen teilnahmen, stießen dann meist zwischen 16 und 17 Uhr zu ihren Kollegen ins Spielzimmer. Dann war die Betreuung offen und die Kinder konnten kommen und gehen, wie sie wollten.Für die größeren Kinder, oder besser gesagt, die Teenies wurde im Untergeschoß ein Jugendraum eingerichtet. Dort konnte Playstation, Kicker oder Tischtennis gespielt werden. Schön war, dass es auch niemanden störte, wenn es mal lauter wurde. Im Untergeschoss befand sich außerdem der Parkplatz für die unzähligen Kinderwagen der kleinsten Gäste und der Skikeller für die Ski der größeren Hotelbewohner.Sehr praktisch fanden wir, dass es eine Skischuhtrocknungsanlage gab, die übrigens auch klamme Handschuhe perfekt für den nächsten Skitag getrocknet hat. Hier ist auch zu erwähnen, dass das Hotel einen kostenlosen Shuttle-Service zum Fuße der Talstation des Serfauser Skigebietes anbot. Auch das fanden wir äußerst praktisch, da das Hotel auf einem Berg gelegen ist und wir nach einem langen Skitag absolut keine Lust gehabt hätten, mit Skiern und Stiefeln den Berg hochzulaufen. So erwartete uns das Skitaxi und brachte uns wieder zum Hotel. Nach einem langen und ab und zu auch anstrengenden Skitag kam der große Wellness-Bereich des Hotels gerade recht.
 
Wellness:
Das Angebot war sehr vielfältig. Es gab ein Schwimmbad mit Babybecken, eine Salzgrotte, einen Saunabereich, ein Floatarium und einen Bereich für Massagen und sonstige Anwendungen.Das Schwimmbad war sehr harmonisch gestaltet. Im Babybecken fehlten uns kleine Attraktionen wie z. B eine Rutsche, für Kinder wird es hier sonst schnell langweilig. Der Boden des Kinderbeckens war aus aufgerauten Steinen, sicherlich praktisch, damit man im Becken den Halt nicht verliert, aber ungünstig für die Badebekleidung, welche – im Falle von Philipp – nach dem Urlaub recht abgenutzt war. Schön fanden wir, dass das Hotel kostenlos Schwimmflügel, Schwimmreifen und anderes Wasserspielzeug bereithielt. Schade war nur, dass einige Dinge kaputt waren. Nach unserer Reklamation wurde aber schnell Abhilfe geschaffen. Die Salzgrotte war dem Hallenbad angegliedert und kostenpflichtig. Gönnt man sich das Vergnügen, erwarteten den Besucher über 20 Tonnen Salz aus dem Himalaya und eine sehr entspannende Atmosphäre. Auch für die Kleinsten war gesorgt, es gab in der Grotte einen Kinderbereich, in dem die Kinder spielen konnten. Der Saunabereich war bis 19 Uhr für Kinder zugänglich, danach war dort Wellness für die Erwachsenen bis 23 Uhr möglich. Zur Saunalandschaft gehörten eine 90 Grad-Anlage, eine Familiensauna mit 60 Grad, ein Dampfbad und eine Infrarotkabine. Außerdem erwarteten den Saunabesucher ein, im Außenbereich befindlicher, Whirlpool, ein großer Zuber mit eiskaltem Wasser zur Abkühlung und diverse Duschen. Der Whirlpool war für Muskelkater geplagte Skifahrer genau das Richtige. Jeder sollte sich diesen Luxus einmal gönnen (kostenpflichtig). Eine wunderschöne Aussicht gepaart mit 40 Grad heißem Wasser aus unzähligen Sprudeldüsen war die reinste Wohltat! Im Saunabereich hielt das Hotel kostenlose Getränke und Snacks in Form von getrockneten Früchten und Nüssen bereit. Besonders unser Sohn hat sich hierüber sehr gefreut! Gegönnt haben wir uns außerdem noch eine wunderbare und super entspannende Massage. Alle Anwendungen sollten vorher gebucht werden und können den ganzen Tag bis 23 Uhr genossen werden. Neben klassischer Massage wurden auch noch Hot Stone Massage, div. andere Massagearten, Maniküre und Pediküre, Reinigung der Ohren mit Ohrkerzen, Energieberatungen und vieles mehr angeboten. Um den Überblick zu erleichtern, hatte das Hotel bestimmte Anwendungen zu Themenpaketen zusammengeschnürt. So gab es eigentlich fast alles – vom Paket für den Mann, über Anwendungen, die speziell auf die Bedürfnisse von werdenden Mamas angepasst sind, bis hin zu Kursen für Babymassage war alles vertreten. Zusammen mit der Leiterin des Bereiches konnte man aber auch individuelle Wellnesspläne erstellen.
(TIPP)  Wurde das Paket zu Beginn des Aufenthaltes – oder schon von zuhause aus – gebucht, gab es einen Preisnachlass. Wir haben den ganzen Wellnessbereich als wunderschönen ruhigen Ort der Entspannung empfunden, gepaart mit liebenswürdigen Therapeutinnen, die auch mal Sonderwünsche und Terminänderungen möglich gemacht haben. Ein sehr sehr gelungener Bereich des Kinderhotels St. Zeno.

Zimmer:
Die Zimmer im Kinderhotel St. Zeno sind über vier Stockwerke verteilt, die über Lift oder Treppen zu erreichen sind. Die Kennzeichnung der Zimmer erfolgte über Nummern und verschiedene Symbole wie Früchte oder Comicfiguren. So finden sich auch kleinere Kinder ganz einfach zurecht. Eine sehr pfiffige Idee! Wir hatten ein Zimmer der Klasse Familienzimmer II. Dieses Zimmer hatte einen Wohn-Schlafraum mit Ehebett, Eckbank, kleiner Couch, TV, ein Bad mit zwei Waschbecken, Dusche und Toilette sowie ein Kinderzimmer mit Stockbett. Bei unserer Anreise stand im Kinderzimmer noch zusätzlich ein Gitterbettchen. Dieses wurde aber am nächsten Tag entfernt. Das eh schon recht kleine Zimmer war mit diesem Bett einfach zu vollgestellt. Das Stockbett hatte unten, dort schlief Philipp, eine sehr bequeme Matratze und an der Stirnseite eine kleine Lampe. Eher verwunderlich fanden wir, dass in der oberen Etage des Stockbettes kein Rausfallschutz existierte. Wir haben ein Nachtlicht im Kinderzimmer vermisst, damit sich Kinder in der fremden Umgebung besser zu Recht finden. Ablagemöglichkeiten für Kleidung, Koffer usw. waren ausreichend vorhanden. Das Bad war schön aufgeteilt und von der Größe völlig ausreichend. Durch die fehlende Lüftung war im Bad gelegentlich „dicke Luft“. Eine Lüftung wäre eine super Sache gewesen! Insgesamt war das Zimmer in Ordnung, aber wir hatten uns ein wenig mehr erwartet.

Restaurants:
Im Kinderhotel St. Zeno gab es ein Restaurant, welches je nach Betrieb über verschiedene Räume aufgeteilt war. Bei unserem Aufenthalt war Nebensaison und das Hotel nicht sonderlich ausgebucht, so dass wir im Hauptspeisesaal untergebracht waren. Bei der Ankunft bekam jede Familie einen festen Tisch zugewiesen, an dem sie für den Aufenthalt gegessen hat. Schön war, dass für jede Größenklasse der Kleinen der richtige Hochstuhl vorhanden war. Das Frühstück und der Mittagssnack wurden in Buffetform gereicht. Am Nachmittag gab es Kaffee und Kuchen. Die Kuchen waren superlecker, der Kaffee war für uns etwas schwach. Beim Abendessen konnten wir zwischen vier verschiedenen Menüs wählen. Diese bestanden meist aus drei Vorspeisen, einem Hauptgericht (wahlweise auch vegetarisch oder kalorienreduziert) und einem Nachtisch. Das Essen war ein Traum. Es gab einen Grillabend, sowie ein Gala-Dinner, die das Angebot abgerundet haben. Die Kinder konnten wahlweise mit den anderen Kindern und den Betreuerinnen zusammen essen oder mit den Eltern am Tisch.

Service:
Den Service empfanden wir als sehr angenehm. Alle Wünsche wurden von den Mitarbeitern, egal in welchem Bereich, zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt.

Sport/Unterhaltung:
Für Kinder gab es im Hotel eine Vielzahl von Tätigkeiten: Esel füttern, Ostereier bemalen, Basteln, Malen, das Maskottchen „Happy“ kommt zu Besuch.
Unser Sohn hatte alle Hände voll zu tun, und war schlicht weg begeistert. Bei unserem Besuch war der Wintersport das bestimmende Thema. Wir fanden perfekte Bedingungen vor: kurze Wege, perfekt präparierte Pisten, Skiausleihe, etc. Im Sommer ist das Gebiet für seine großen Wandermöglichkeiten bekannt, mit Ausflugsmöglichkeiten wie z.B. Segway-Touren oder dem Fisser Flieger.

Tipps & Empfehlungen:
Durch die Lage von Serfaus ist es möglich, Kurztrips in das nahegelegene Samnaun (zollfreies Gebiet der Schweiz) oder an den Reschensee (wir lieben den Südtiroler Speck) zu unternehmen. Auch ein Besuch im Sommer ist mit Sicherheit empfehlenswert, da dann im Hotelpreis sämtlich Liftfahrten, Busfahrten und Wanderungen inklusive sind. Außerdem lädt dann der große Außenbereich alle jungen Gäste des Hotels zum Spielen und Toben ein.

Fazit:
Das Hotel ist für Familien genau das Richtige. Wir haben uns sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Selten sind wir so entspannt aus einem Urlaub zurückgekehrt. Es ist für jeden Geschmack etwas geboten. Von einfachen Spaziergängen bis hin zum Sportprogramm mit anschließendem Verwöhn-Programm des Hotels. Das wird nicht unser letzter Urlaub in Serfaus gewesen sein.

Mehr Informationen finden Sie auf
www.kinderhotel.com