Reisezeitraum: 18.07.2009 - 25.07.2009Auf Urlaubtestreise waren Jörg (48) Corinna (42) und Josephine-Louisa (7)
Anreise
Im Vorfeld zu dieser Reise hatten wir uns schon mit guten Wanderschuhen, Rucksäcken und entsprechender Kleidung ausgestattet. Wir fieberten dem Tag entgegen, an dem es endlich losging und wir in die Berge von Tirol starten durften. Morgens um 5:00 h fuhren wir los. Wir kamen auch sehr gut durch, und das Navi versprach uns, dass wir um 10:30 h schon in unserem Hotel sein sollten. Leider hatte das Navi die Rechnung ohne die Baustelle am Fernpass gemacht. Dies Baustelle verhalf uns zu einem 1,5-stündiger Verspätung. Auf dem Weg über den Pass hatten wir Gelegenheit, die Verkehrsmitteilungen und den Wetterbericht genauer zu verfolgen.
Die Schneefallgrenze war auf 1.600m gesunken. Manche Pässe waren nur noch mit Schneeketten passierbar. Wir schauten uns an und waren froh, dass wir unseren Zwiebellook eingepackt hatten. Ein Tipp für alle, die in diese Gegend fahren wollen: Nehmen Sie die Route über Bregenz, da ist zwar ein mautpflichtiger Tunnel, aber Sie sparen 1,5 Stunden Stau, welcher auch noch länger sein kann. Gegen Mittag kamen wir dann im Hotel an und bezogen unser Zimmer mit Blick auf die Berge. Ich traute meinen Augen nicht – ab ca. 1.600 m waren die Berge alle mit Schnee bedeckt. Wir waren hier zum Glück nur auf ca. 1.350 m. Leider regnete es hier und es war auch ziemlich
nebelig.
Abentuer /Freizeit
Nach einer Mittagspause gingen wir los, um in der Touristeninformation bei der Kirche den „Abenteuerrucksack“ für Josie abzuholen. Dieser Rucksack konnte gegen eine Kaution ausgeliehen werden. Darin befanden sich eine Lupe, ein Fernglas und ein Zeigestock mit Magnet an der Spitze sowie die Aufgaben für die Abenteuertouren. Wir fuhren dann mit der Serfauser U-Bahn zur Talstation der Seilbahn, um unsere „SuperSommerFerienkarte“ abzuholen. (Dazu aber später noch mehr.) Nebenbei bemerkt, war diese U-Bahn wirklich außergewöhnlich. Sie fuhr automatisch zwischen der Seilbahnstation und dem Parkplatz mit zwei Haltestellen dazwischen hin und her, zudem war die Benutzung kostenlos. Was nicht so genial war, war, dass es so gut wie keine Hinweise gab, was an den vier Stationen (Parkplatz, Kirche/Touristeninformation, Raika und Seilbahn) noch für interessante Punkte waren. (Raika steht für Raiffeisenkasse.) Wir überlegten und nahmen uns vor, die Super Sommer Ferienkarte (SSFK) gleich zu benutzen, um mit der Komperdellbahn unsere erste von vielen Seilbahnfahrten zu machen. An der Mittelstation angekommen, war es uns schon ziemlich kalt geworden, dennoch fuhren wir mit der Lazidbahn weiter bis zur Bergstation auf 2.350 m. Schnee – soweit das Auge reichte. Wir wollten uns im Restaurant Lassida etwas mit Kaffee und Kakao aufwärmen. Aber wegen des Schnees kamen wir nicht dorthin, da ich erst jetzt bemerkte, dass meine beiden Frauen Ballerinas und Sandalen anhatten. Es lagen hier gut 20 cm Neuschnee und die Temperatur bewegte sich bei ca. - 3° C. Also ab in die Seilbahn und zurück zur Talstation. Auf der Rückfahrt machten wir uns Gedanken, wie wir unseren UrlaubTest durchführen sollten, wenn alles eingeschneit war.
Es war kaum zu glauben, aber als wir am nächsten Morgen aufwachten, war herrlicher Sonnenschein. Die weiteren Aussichten auf gutes Wetter waren auch vorhanden. Die Berge waren in voller Pracht zu sehen, aber auch der Schnee war noch zu sehen. Wir entschlossen uns, die erste Abenteuerwanderung ab dem Ort Ladis durchzuführen. Mit der SSFK fuhren wir mit dem Wanderbus nach Ladis. Ladis lag am niedrigsten von den Orten, und wir hofften, hier bei der Wanderung nicht auf Schnee zu stoßen. In Ladis angekommen suchten wir den Einstieg zum Forscherpfad.
Nach etwas Ausschau fanden wir diesen und gingen los. Der Weg führte uns erst über den Wasserwanderweg. Hier konnten Große und Kleine an verschiedenen Stationen mit Wasser spielen. Besonders gut fand ich die Stelle, an der man frisches Quellwasser trinken konnte. Es schmeckte frisch und köstlich. Insgesamt war der Aufstieg zum Forscherpfad für uns „Flachlandtiroler“ eine echte Herausforderung. Nach ca. 45 min. haben wir dann den Anfang des Forscherpfads erreicht. Ein erstes Resümee bis hier hin: die Wanderschuhe waren schon ganz nützlich, da der Weg, besonders nach den Regenfällen der letzten Tage, stellenweise sehr glatt war. Wir hatten auch schnell aus dem Vortag gelernt und uns Wanderschuhe und entsprechende Kleidung angezogen. Unter einem großen Torbogen mit einer Lupe an der Seite ging es los. Nach 20 m ging es auch schon mit der ersten der 18 Aufgaben los. Leider mussten wir feststellen, dass einige unserer Vorgänger, „dein und mein“ nicht ganz auseinander halten konnten und einiges entwendet oder zerstört hatten. So mussten wir mit Frage 2 anfangen und uns einiges dazureimen. Josie musste bei Frage 15 auf einen Vorsprung steigen. Dies war leider etwas schwierig, da es die Tage zuvor geregnet hatte und es sehr glatt war. Die Vögel nun zu finden, war recht gut gemacht. Es dauerte doch eine Weile, bis wir alle gut versteckten Vögel gefunden hatten und bestimmen konnten. Bei Frage 16 angekommen stand dort eine Forscherhütte. In dieser Hütte waren Fragen zu Fellen gestellt die zuzuordnen waren. Leider fehlten auch hier Felle und Nummern. Zum Glück waren aber Geschirr und Besteck am Tisch angeschraubt. Daran hatte sich dadurch noch niemand vergriffen. Nach dieser Hütte und einer kleinen Pause mit Blick auf die gegenüber liegenden Berge war der Forscherpfad zu Ende. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen wir nach einer Stunde den Forscherpfad. Das lachende Auge, weil wir es geschafft hatten und das weinende Auge weil der sehr schöne und gelungene Forscherpfad zu Ende war. Voller Tatendrang beschlossen wir nun, heute auch einen zweiten Weg anzugehen. Wir schauten auf die Karte, leider ohne genau zu lesen und beschlossen, den Hexenweg zu erforschen. Um diesen vom Ende des Forscherweges zu erreichen, mussten wir erst wieder nach Fiss zur Talstation der Sonnenbahn gehen. Nach ca. 30 min. erreichten wir die Talstation. Laut Plan mussten wir auf der Mittestation aussteigen und dort sollte auch der Hexenpfad beginnen. Wir wunderten uns, dass so viele Wanderer entgegen kamen. Auch kamen uns ca. 20 Mountainbiker entgegen, die ebenfalls diesen sehr schmalen Pfad passierten. Dies empfanden wir als zum Teil sehr gefährlich. Der Weg war schlammig und es liefen auch kleinere Kinder umher. Einige Biker stürzten, weil es so glatt war und rutschten unkontrolliert weiter. Es wäre vielleicht nicht schlecht, so manche Wege für Biker zu sperren, wenn kleinere Kinder diesen benutzen sollen. Wir gingen also den Weg weiter. Es ging an mancher Stelle ziemlich steil (45°) bergauf. Als wir am Hexenhaus, welches auf dem Kopf stand, ankamen, fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Wir waren den Weg falsch herum gegangen. Da der Weg bis hierhin aber so mühsam war – unsere Josie hätte uns gesteinigt, wenn wir umgedreht hätten – gingen wir tapfer weiter. In der Beschreibung des Weges steht, er sei leicht- bis mittelschwer. So wie wir ihn gegangen sind, war er ganz schön schwer. Das Hexenhaus war sehr schön anzusehen. Alles stand kopf. Mit einigen Fotos haben wir auch versucht, dies darzustellen. Nun ging es weiter, wir lösten dann das Hexenabeteuer von hinten. Wir fanden das eine und andere, was der kleine Golliwok so alles falsch gemacht hatte. Zwischendrin erreichten wir auch eine Hängebrücke. Corinna und Josie gingen über die Brücke. Dabei mussten wir feststellen, dass die Brücke am Geländer einige Splitter aufwies, die dann bei Corinna im Finger landeten. Als wir das Ende des Weges fast erreicht hatten, machten wir eine kurze Rast auf der Kuhalm, bevor wir den Rest des Hexenpfades angingen. Nachdem wir alle Dinge entschlüsselt hatten, die das Hexenabenteuerbuch vorgab, waren wir drei froh, am Ziel (Start) angekommen zu sein. Josie meinte, dass ihr der Forscherpfad besser gefallen hatte. Sicher, weil der Hexenpfad für sie (weil falsch herum gegangen) anstrengender war. Zur Seilbahn war es nun nicht mehr weit und wir ließen uns zurück ins Tal fahren. Mit dem Wanderer-Bus ging es zurück nach Serfaus. Für den ersten Tag waren die Flachlandtiroler ganz schön platt! Was faszinierend war, dass an der Mittelstation der Schönjochbahn einen Tag zuvor noch Schnee gelegen hatte und heute 25°C waren.
Nach dem Frühstück am nächsten Tag fuhren wir mit der U-Bahn in Serfaus zur Talstation der Seilbahn. Hier starteten gleich zwei Seilbahnen. Zum einen die Komperdellbahn und zum anderen der Sunliner. Wir nahmen heute den Sunliner, weil wir zur Möseralm wollten. An der Bergstation angekommen, spazierten wir ca. 20 min. den Panoramaweg entlang bis zur Möseralm. Der Panorama Genussweg ist sehr zu empfehlen. Er lässt sich leicht gehen, und wenn dieser vom Anfang (Komperdellalm) bis zum Ende (Aussichtspunkt Faltri) dauert dieser Weg ca. 5 ½ Std.. Der Ausblick war herrlich und nur zu empfehlen. Wir gingen diesen Weg aber heute nur bis zur Möseralm. Auf der Möseralm befindet sich eine Art Vergnügungspark. Hier findet sich unter anderem der Fisser-Flieger, der Fisser-Flitzer und nicht zu vergessen der SkySwing. Der SkySwing hatte es meiner Frau angetan. Unsere Tochter, da sie für den SkySwing zu jung und zu klein war (mind. 10 Jahre und 1,30m groß), setzten wir auf ein Pony und ließen sie eine Runde reiten. Corinna und ich gingen zum SkySwing. Da es noch sehr früh am Tag war, kamen wir auch sofort dran. Wir wurden angeschnallt, nach oben gefahren und gefragt, ob alles klar sei. Plötzlich und ohne Vorwarnung ging der SkySwing los – ein Wahnsinnsgefühl. Unbeschreiblich und Corinna schrie ihre Anspannung heraus. Als wir dann wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten, waren unsere Knie doch etwas wackelig. Ohne Pause ging es zum Fisser-Flieger. Der Fisser-Flieger war ein Fluggerät, welches an einem Seil den Berg hinaufgezogen wurde (ähnlich einem Paraglider). Sobald es dann ausgeklinkt wird, hatte man das Gefühl zu fliegen. Josie war ganz traurig, dass sie nicht mitfliegen konnte. Das Personal sagte, dass hier 8 Jahre oder 1,30m galten. Also konnte sie mit auf den Flug und freute sich riesig. Wir alle bekamen dann eine Art Tragegurt mit Hängematte angezogen und wurden dann am Flieger befestigt. Schon ging es los. Ich schätze, dass wir stellenweise ca. 30 m hoch waren. Am Ende angekommen ging es los. Mit einer ziemlichen Geschwindigkeit, die einem die Tränen in den Augen trieb, flogen wir in Richtung Talstation. An der Station angekommen, wurden wir fotografiert. Dieses Foto haben wir als Beweisfoto für unseren Mut mitgenommen. Nun machten wir erst einmal Pause, zogen uns aber schon eine Marke für die nächste Attraktion, den Fisser-Flitzer. Zwischenzeitlich schaute ich mir die Möseralm an, ein Restaurantbetrieb, der sehr ansprechend aussah. Die Speisen, die hier geboten wurden, waren vom Preis her alle okay. Es gab auch ein wechselndes Tagesmenü. Die Toiletten sind sauber und gepflegt. Überhaupt ist es hier und auf den anderen Almen sehr sauber und gepflegt. Zu den Preisen möchte ich noch bemerken, dass es sicher ist nicht besonders kostengünstig war, Flitzer, Flieger oder Swing zu fahren. Aber eines durfte meiner Meinung nach nicht vergessen werden. Alle Seilbahnfahrten waren kostenlos. Ich habe mal so überschlagen: Eine vierköpfige Familie würde ohne SSFK für eine Berg- und Talfahrt mit der Seilbahn fast 35,- EUR zahlen. Dies fanden auch einige andere Besucher der Möseralm, die wir auf ihre Zufriedenheit dieses Angebot betreffend ansprachen. Deshalb stand das alles in einem guten und fairen Verhältnis zueinander. Und noch etwas Positives: Auf fast jeder Alm gab es auch eine Fahrradreparaturstation. Dort konnte der Radler sein Bike wieder in Ordnung bringen, falls er eine Panne hatte. Auch hier auf der Alm gab es diverse Attraktionen: Einen See, Wasserspiele, einen riesigen Sandkasten vor der Terrasse der Möseralm und eine große Hüpfburg. Alles wurde von den zahlreichen Kindern sehr gerne angenommen. Ein echtes Highlight aber war die Sommer Schneewelt, ein ca. 50 x 30m großer Bereich in dem Schnee lag und die Kinder mit großen Reifen herunter rodeln konnten. Ein Vergnügen bei sommerlichen Temperaturen, wie sie heuer herrschten. Nun war es aber zwischenzeitlich so weit, dass wir mit dem Fisser-Flitzer dran waren. Meine Frau hatte der Mut verlassen und Josie und ich gingen diese Bahn todesmutig an. Zuvor holten wir uns noch eine Nummer für die zweite Fahrt. Dann ging es los. Josie wurde mit mir zusammen auf dem Bob festgeschnallt. Eines muss ich noch erwähnen: Das Personal hier oben war immer sehr freundlich und vor allem gewissenhaft. Es wurde alles 2, 3, 4-mal kontrolliert, bevor die Fahrt freigegeben wurde. Wir fuhren nun auf die erste Kurve zu. Es ging rechtsherum, wir gaben Gas. Durch ein Indianerdorf, dann durch Tunnel voller Gespenster, Rauch und einer Eishöhle ging es die 2,2 km hinunter. An der Geschwindigkeitskontrolle zeigte die Uhr 46,9 km/h an. Erst war Josie sehr angespannt, als sie aber dann merkte, dass ich das Gefährt im Griff hatte, freute sie sich schon auf die zweite Fahrt. Im Ziel angekommen fuhren wir sogleich mit der Seilbahn wieder auf den Berg. Josie war völlig begeistert! Da wir unsere Nummer für die zweite Fahrt schon gezogen hatten, mussten wir nicht lange warten und der Spaß begann von Neuem. Diesmal erreichten wir sogar 49,6 km/h. Josie und mir machte es soviel Spaß, dass wir uns versprachen, wenn wir nochmals hier her kommen würden, würden wir dies wiederholen. Corinna fuhr mit der Seilbahn herunter und erwartete uns mit einem Zieleinlauffoto.
Wir wollten nun mit dem Wandererbus nach Serfaus fahren. Mit Entsetzen stellten wir jedoch fest, dass der Bus zwischen 12:20h und 14:10 nicht fuhr. Also wir wieder rauf auf den Berg über den Panorama Genussweg zum Sunliner. Im Süden nennt man es Insel-Hopping, wir haben es hier Mountain-Hopping getauft. Man kann sich daran gewöhnen und es macht großen Spaß. Das Feriengebiet „Serfaus-Fiss-Ladis“ war ein riesiges zusammen hängendes Abenteuer und Entspannungsgebiet. Es wurde für Groß und Klein eine ganze Menge geboten. Josie wollte heute unbedingt zum Murmliclub, da es dort eine Modenshow für Kids gab. Wir beeilten uns und mussten dann aber feststellen, dass wir in Serfaus Schwierigkeiten hatten, den Murmliclub zu finden, da er nirgendwo ausgeschildert war. Nach einigem Nachfragen fanden wir den Club, kamen allerdings ca. 20 min. zu spät an. Leider wurden wir abgewiesen, da die Vorbereitungen (Anprobe der Kostüme) schon angefangen hatte. Sie können sich vorstellen, dass es mir sehr schwer gefallen ist, die traurigen Kinderaugen meiner Tochter zu sehen. Eine Verspätung kann immer mal wieder vorkommen. Nach dieser enttäuschenden Absage konnten wir Josie leider nicht mehr dazu überreden, am Murmliclub teilzunehmen. Aus diesem Grund können wir leider hierzu keine weiteren Einblicke mitteilen. Ein neuer Tag, neues Abenteuer. Wir fuhren mit dem Sunliner wieder auf die Bergstation auf ca. 1.840 m. Wir hatten vor, den Family Trail zu gehen. Dieser Weg führte von der Bergstation des Sunliners nach Serfaus; ein sehr schöner Weg mit dem Schwierigkeitsgrad mittel, Dauer ca. 2 Std. Direkt zu Beginn gab es eine kurze Beschreibung, was einen auf diesem Weg erwartete. Es war ein Weg ganz nach Josies Geschmack. Sie ging auch sofort los, um die erste Aufgabe zu lösen. Bei der ersten Frage hatten wir etwas Mühe, diese zu lösen. Aber nachdem wir das System verstanden hatten, fiel es uns leichter, die Lösungen zu finden. Überall waren am Anfang Tafeln mit komischen Buchstabenkombinationen, die wir gar nicht zuordnen konnten. Nach einer Weile kamen dann diverse Balanciergeräte, die von uns absolviert werden mussten. Josie machte diese Übungen mit Leichtigkeit und wir als Eltern hatten Mühe, es ihr gleich zu tun. Der weitere Weg hatte schöne Ausblicke ins Tal. Von Serfaus war aber vorerst nichts zu sehen. Die Übungsgeräte für den Körper wurden immer anspruchsvoller. Josie meinte aber „Alles Baby“ (alles einfach). Auf der Hälfte des Weges war eine Bank. Dort wurden wir aufgefordert, 3 min. innezuhalten, um die Aufgabe lösen zu können. Der Weg führte uns weiter durch den Wald. Mal fiel der Berg links, mal rechts steil ab. An dieser Stelle ein großes Lob an die, die diesen Weg und die anderen Wege erstellt haben. Nun kamen wir zu einem richtigen Highlight des Trails: Ein riesiges Spinnennetz, welches durchklettert werden konnte. So gesehen ist dies nichts Besonderes. Ich darf aber nicht vergessen zu erwähnen, dass es auf der Rückseite des Netzes steil den Berg nach unten ging. Ein ziemliches Kitzeln wird hier in der Magengegend ausgelöst. Auch dies meisterte Josie mit Bravur. Nun kamen so langsam die Schilder, die zur Lösung des Geheimnisses führten. Es handelte sich um eine Geheimschrift, die mit Hilfe der Codes auf den Tafeln gelöst werden konnte. Sehr spannend gemacht. Am Ende des Trails war dann ein Siegerpodest. Josie hatte alles gelöst und wir riefen: „ … and the winner is… .“ Der letzte Wegabschnitt ging zwischen Bergwiesen zurück zum Tal. Wir kamen zu einem schönen Plateau mit Sitz- und Relaxbänken und einem wunderschönen Blick auf Serfaus. Was die schöne Stimmung etwas trübte, waren die dunklen Wolken, die plötzlich von Westen aufkamen. Uns fiel jetzt erst auf, dass auf all den bisherigen Routen, die wir gegangen waren, irgendwelche Unterstände oder sonstiger Schutz vor Unwetter gefehlt hatten. Vielleicht könnte dafür noch etwas getan werden. Wir gingen nun etwas schneller, um vor dem großen Regen im Hotel zu sein. Als wir unser Hotel erreichten, begann der Regen zu prasseln und ein kräftiges Gewitter tobte los. Der Family Trail endete bei der Kirche in Serfaus. Auch dort war eine U-Bahn-Station. Wir hätten uns gewünscht, dass in der U-Bahn oder in den einzelnen Stationen mehr Hinweise gestanden hätten, was an den einzelnen Stationen zu erreichen war.
Schließlich fehlte uns noch der Sturzflug Pfad. Hierbei ging es darum, anhand der Abenteuerzeitung herauszufinden, warum das Flugzeug hier in den Bergen notlanden musste, was das Flugzeug geladen hatte und, und, und..
Um an den Anfang des Sturzflug Pfades zu gelangen, fuhren wir mit der Komperdellbahn auf die Mittelstation auf ca. 1.800 m. An der Bahn gab es schon die ersten Hinweise zu dem Pfad. Einige Hinweise ließen uns
schmunzeln: Seit wann steht die Westminster Bridge in Paris oder der Eiffelturm in London. Fing ja ganz schön verwirrend an. Aber Josie fand schon die ersten Flugzeugteile. Wir folgten ihr und konnten bereits die ersten Zeugen befragen. Leider lagen die netten Kühe nur herum und gaben uns keine brauchbaren Tipps. Also ging es weiter. Endlich kam auch der Kompass aus dem Abenteuerrucksack zum Einsatz. Ohne den hätten wir die nun folgenden Aufgaben nur sehr schlecht erledigen können. Dann kam ein Punkt mit der Frage „Wo kam das Flugzeug her?“ Mit Hilfe des Kompasses konnte die Richtung ermittelt werden, wo ein Teil zu finden war, welches uns darauf eine Antwort gab. An vielen Stellen waren kleine Kompassrosen angebracht, die den weiteren Weg beschrieben. Eine sehr gelungene Mischung für die Kids! Als nächstes tauchten große grüne Kisten auf, die mit Hilfe des verlängerten Fingers mit Magnet an der Spitze auf verschiedenste Arten zu öffnen waren oder ganz einfach mit Muskelkraft. In den Kisten befanden sich verschiedene Goldschätze. Schnell schlossen sich die Kinder mit anderen zusammen, um gemeinsam das Rätsel zu lösen. Überall fanden die Kids Teile des Flugzeugs, bis sie schließlich das Flugzeug selber fanden. Es war noch in einem guten Zustand. Sofort wurde das Innere untersucht. Sie fanden heraus, dass es ......möchte ich nicht vorweg nehmen. Weiter führte uns der Weg vorbei an weiteren in den Bäumen hängenden Flugzeugteilen und einem Fallschirm. So langsam löste sich das Rätsel um diesen mysteriösen Flug. Die Kids waren begeistert. Mir gefiel sehr gut, dass der Weg schön angelegt war und zum Ende des Pfades ein kleiner Bach parallel zum Weg verlief. Am Ende gab es noch eine letzte Kompassrose, die uns den Weg hinaus zeigte. Die Lösung verrate ich hier aber auch nicht. Diesen schönen und spannenden Weg sollten Sie selber erkunden, um das Geheimnis zu lüften. Ich wünsche Ihnen genauso viel Spaß dabei, wie wir ihn hatten. Da der Sturzflug Pfad in unmittelbarer Nähe des Murmliwassers lag, haben wir uns das natürlich auch noch einmal genauer angesehen. Im oberen Teil befand sich eine kleine Hütte, in der es Speisen und Getränke gab, aber auch Grillgut, welches dann am Grillplatz am Ende der Hängebrücke selber gegrillt werden konnte. Zu Beginn wollte Josie die Murmeltiere sehen. Die Tiere hatten ein schönes großes Gehege. Auch allen anderen Tieren wurde sehr viel Platz eingeräumt. Uns fiel auf, dass ein relativ großer See angelegt worden war. In dem See befand sich eine Art Haus, bei dem das Wasser bis zur Mitte der Fenster stand. Ich ging auf einen Arbeiter zu, um mich über dieses, leider noch nicht freigegebenes Projekt zu erkundigen. Es erzählte mir, dass unter der Erde ca. 200 Kanalrohre mit einem Durchmesser von ca. 80 cm verlegt worden waren. Es gab mehrere Eingänge (einen wie einen Stollen, ein anderer als Höhle, ein weiterer über eine Rutsche). Über eine Hängebrücke gelangten die Kinder auf das Dach des halb versunkenen Hauses, wo sich ein weiterer Einstieg befand. Er sagte mir auch, dass die Eröffnung in ca. 1 Woche war. Schade, dies hätte ich mir auch gerne einmal angesehen. Ich sah hier sehr viele Väter, die mit ihren Kinder spielten. Es gab ein Floss eine Bootskarussell, welches mit Hilfe von Muskelkraft angetrieben werden musste, diverse Wasserspielmöglichkeiten, und, und, und…. konnten ausprobiert werden, um diese toll gelungene Anlage näher kennen zu lernen. Diese Anlage macht Großen und Kleinen, Alten und Jungen mächtig Spaß. Zum Schluss habe ich mir noch meine Trinkflasche mit frischem Quellwasser gefüllt. Diese Möglichkeit bestand an der Hütte beim Murmliwasser. Das Wasser war kühl und frisch – einfach ein Genuss.
Fazit
Wir waren gemeinsam zum ersten Mal in den Bergen. Ich hatte vor dem Urlaub Bedenken, ob Josie die ganzen Wanderungen mitmachen würde. Ich wurde eines Besseren belehrt. Sie ging mit einem Elan an die Sache, dass wir stellenweise nicht hinterher kamen. In dieser einen Woche haben wir viele spannende Abenteuer erlebt. Die Länge der Abenteuer fiel kaum auf, weil Josie mit den Aufgaben sehr beschäftigt war. Eines hat uns dieser Urlaub auch gezeigt. Wir waren vor dem Urlaub „Flachlandtiroler“, haben uns im Urlaub gesteigert und Gefallen am Wandern gefunden. Gerne werden wir wieder in dieses familienfreundliche Urlaubsgebiet Serfaus-Fiss-Ladis
zurückkehren. Im Großen und Ganzen war diese eine Woche zu kurz. Es ist, ohne nur eine Minute Langeweile zu bekommen, durchaus möglich, hier zwei bis drei Wochen Urlaub mit der ganzen Familie zu machen, weil für jeden etwas dabei ist. Hier kommt jeder auf seine Kosten. Eines noch zum Schluss: Hier kann wunderbar der Akku aufgeladen werden. Ist das Kind zufrieden, sind es die Eltern auch.
Mehr Informationen finden Sie auf http://www.serfaus-fiss-ladis.at/