Reisezeitraum: 04.08.2008 - 07.08.2008Auf UrlaubTest-Reise waren Marita (46) und Klaus (47) und Maximilian (5)
Schon die Anreise nach Dresden war auf der Strecke durch das Vogtland ein wahrer Augenschmaus. Felder, Wälder und Wiesen und heimelige Städte soweit das Auge reichte. Das Gebäude der Aparthotels in Dresden erreichten wir komplikationslos. Alles ist übersichtlich beschildert und die Dresdner Autofahrer sind größtenteils rücksichtsvoll und behilflich, wenn es wirklich mal nicht mehr weiter geht. Wir hatten aber keine Probleme, der schon im Internet vorab gelesenen Wegebeschreibung zu folgen. Da passte wirklich alles. Und so ging es in den folgenden Tagen kontinuierlich weiter.
Lage:
Ich war zum ersten Mal in einer Stadt in den neuen Bundesländern – wie es immer so schön heißt. Und ich war sehr positiv und angenehm überrascht. Dresden präsentierte sich zum einen mit einem 1A-Wetter und zum anderem als eine Stadt, die ihrem Name „Elbflorenz“ wirklich alle Ehre macht. Unser Aparthotel Münzgasse lag in unmittelbarer Nähe der Frauenkirche. Alles war übersichtlich angelegt und ausgeschildert, so dass man keinerlei Probleme hatte, das zu finden, was man suchte.
Hotel:
Die Hotel/Appartment-Anlage ist relativ neu und präsentiert sich mit den Apartments in absolut einwandfreiem, sauberem und gemütlichem Ambiente. Der Eingang der Apartment-Anlage ist nur vom Hof aus zu erreichen, was im ersten Moment einen komischen, gediegenen Eindruck vermittelt, der aber beim Betreten unseres Apartments sofort wieder verschwand und auch nicht weiter störte. Auch das Personal an der Rezeption ist wirklich nett, freundlich und kompetent. Mit kleinen Wegebeschreibungen fanden wir auch ganz schnell die Tiefgarage, deren Ausgang wiederum direkt vor der Frauenkirche lag, so dass die Fußwege in moderater Entfernung waren.
Zimmer:
Die Appartments waren großzügig, sauber und mit allem, was eine kleine Familie für ihren Urlaub benötigt, ausgestattet. Unser Apartment lag in der fünften Etage und war mittels Fahrstuhl zu erreichen. Zuerst hatte man uns in einem falschen Zimmer, im falschen Haus untergebracht. Ich hatte schon meine Kleidung und die unseres Sohnes in den Schrank ausgeräumt, als man uns mitteilte, dass wir umziehen müssen, da man uns in das falsche Appartment verwiesen hatte. Na ja, wieder eingepackt und ins andere Haus – gleiches Zimmer, und als Entschuldigung – fanden wir echt klasse – eine Flasche Wein aus Sachsen. Das Apartment bestand aus einem Schlafzimmer mit großem Eckbett und riesigem Kleiderschrank. Das „Wohnzimmer“, in dem auch das Beistellbett für unseren Sohn stand, hatte ein gemütliches Sofa mit vielen Kissen, das Beistellbett (umgebaute Couch), einen richtigen Arbeitsplatz mit Anschlüssen für den Computer (denn hier konnte man WLAN kostenlos ins Netz – es wurden auch alle nötigen Modems zur Verfügung gestellt, die im Schrank lagen). Um die Ecke herum war die komplett ausgestattete Küche mit Essplatz für vier Personen. Im Wohnzimmerschrank fand ich dann noch – immer in sechsfacher Ausführung – Rotwein- und Weißweingläser, Sekt- und Wassergläser, Bier- und Weizengläser. Auch im Bad war fast alles perfekt. Lediglich ein Kosmetikspiegel fehlte mir, da der große Badezimmerspiegel irgendwie immer zu weit weg war beim Schminken. Egal – ich bin dann in den Flur gegangen, da hing ein runder Spiegel, der perfekt war. Dafür fehlte mir dann ein Ganzkörperspiegel – aber auch hier wurde schnell eine Lösung gefunden: der Fahrstuhl war verspiegelt – ging prima. Im Bad selbst stand dann noch für Gäste, die länger bleiben, eine Waschmaschine und auch eine Personenwaage fehlte nicht – die wird auch nötig sein bei all den leckeren Gerichten, die es hier zu essen gab. Das Schlafzimmer ging zum Hof raus, was bei offenem Fenster dann schon mal Gerüche von den darunter liegenden Küchen hineinwehen ließen. Das hat aber nicht gestört, weil es total lecker roch. Wir haben morgens früh gelüftet und Durchzug gemacht, dann alles geschlossen und nachts wieder aufgemacht – das ging ganz gut. Im Wohnzimmer gingen die Dachgauben hinaus auf die Amüsiermeile mit zahlreichen Pubs und Lokalitäten, so dass dann schon mal bis spät nachts Gelächter und Gläserklappern raufschallten – hat aber auch nicht weiter gestört, da ich mit unserem Sohn im Schlafzimmer geschlafen habe und mein Mann, der im Beistellbett genächtigt hat, wahrscheinlich eher mit seinem Schnarchen die Gäste unter uns amüsiert hat.
Restaurant / Frühstück:
Auch hier fanden wir alles zu unserer vollsten Zufriedenheit vor. Wir mussten nur aus der Tür der Apartmentanlage raus und in die nächste Gasse links einbiegen, schon standen wir vor dem Gästehaus am Neumarkt, wo man in der ersten Etage frühstücken konnte. Ein sauberes, gemütliches und dem Barockstil nachempfundenes Frühstückszimmer empfing uns mit gedämpfter Musik und in absoluter Sauberkeit. Hier gab es dann auch alles, was das Herz begehrte. Verschiedene Brötchen- und Brotsorten, Müslibuffet, immer zweierlei Sorten Kuchen oder auch mal eine Creme für den süßen Genuss. Eistee oder Säfte, Wasser, Tee oder Kaffee, verschiedene Käse- und Wurstsorten und immer frisches Obst. Auch konnte man sich zwischen gekochtem Ei, Spiegelei oder Rührei mit oder ohne Schinken entscheiden – auf Wunsch wurde hier alles auf den Tisch gezaubert. Wirklich toll und ein sehr zuvorkommender Service.
Freizeitgestaltung und Umgebung:
Dresden ist eine wirklich sehr saubere und absolut kulturträchtige Stadt, bei der das Auge nicht weiß, wo es anfangen soll zu gucken und wo es aufhören muss. Die Zeit war auch einfach zu knapp, um wirklich alles anzuschauen. Aber fast 90 % der im Stadtführer von Dresden zu findenden Sehenswürdigkeiten sind innerhalb weniger Minuten zu Fuß von dem Apartment-Gebäude aus zu erreichen. Wir haben uns im Vorfeld für die große Stadtrundfahrt mit dem Panoramabus entschieden, die dann auch wirklich klasse war. Wir besuchten u. a. den schönsten Milchladen der Welt (steht sogar im Guinnessbuch der Rekorde) – die Pfunds Molkerei – leider durfte man hier nicht fotografieren – habe aber trotzdem ein kleines Foto hinbekommen. Auch die Fahrt durch die Villengegend mit absolut historischen und geschichtsträchtigen Häusern war atemberaubend. Dann über das „Blaue Wunder“ (einzige Brücke, die während des Krieges nicht beschädigt wurde – eine Stahlkonstruktion) runter ans Elbufer mit wunderbarem Ausblick auf die Häuser/Villen der Großen und Reichen am anderen Ufer. Die Semperoper konnten wir leider nur von außen anschauen, da Führungen dort nur nach Vorabbuchung und dann auch nur bis 15.00 Uhr erfolgen. Deshalb haben wir uns dann über den Zwinger hergemacht. Auch hier kann man Führungen bekommen, die ca. 30 Minuten dauern. Wir haben darauf verzichtet und auf eigene Faust erkundet. Hier konnten wir baukünstlerische Höhepunkte dieses einzigartigen Meisterwerks höfischen Barocks mit reichem Skulpturenschmuck und vielfältiger Formensprache architektonischer Baukunst genießen. Im Zwinger haben wir uns dann noch die Rüstkammer angesehen, die zu den kostbarsten Prunkwaffen- und Kostümsammlungen mit mehr als 10.000 Objekten zählt. Ausgestellt sind die schönsten 1300 Exponate aus ganz Europa. Eintritt kostete hier 3,00 Euro pro Erwachsenem, unser 5-jähriger Sohn musste noch nichts bezahlen. Leider darf man bei sämtlichen Bauwerken nicht fotografieren oder aber – wie in der Rüstkammer – kostet es 5,00 Euro. Ich wollte mir das Geld sparen und habe dann einfach heimlich schnell ein Foto gemacht, was aber von einer der Ordnerinnen sofort bemerkt wurde und mir einen „netten“ Hinweis einbrachte.
Bemerkungen:
In Dresden lohnt es sich, zu schauen, Preise zu vergleichen und auch schon mal ein paar Meter weiter zu laufen. Wir haben wirklich gemütliche und relativ günstige Lokalitäten gleich in den Gässchen um die Ecke entdeckt, wo dann auch die Preise wieder ziviler wurden. Rund um die Frauenkirche ist das Leben etwas teurer.
Tipps und Empfehlungen:
Absolutes Muss ist die Besichtigung der Festung Königstein. Unser Ausflug zur Festung Königstein war unser persönliches, absolutes Highlight. Die 1559 erbaute Festung ragt 360 Meter über der Elbe auf einem Tafelberg empor. Mehr als 30 Gebäude aus den unterschiedlichen Epochen säumen das 9,5 Hektar große Gelände, das nunmehr als Museum mit Erlebnisgastronomie genutzt wird. Dank der beeindruckenden Mauern und dem 152,5 Meter tief in den Sandstein getriebenen Brunnen galt das Kastell als unbezwingbar. Das Beste aber war, dass man hier hemmungslos fotografieren konnte – auch in den Ausstellungsräumen. Schön war auch die Fahrt vom Parkplatz mit einem englischen Doppeldeckerbus bis hin zum Fuße des Tafelbergs, auf dem die Festung thront. Bergauf konnte man entweder wandern, oder aber man fuhr gemächlich mit dem „Festungs-Express“ – einer kleinen Bimmelbahn – nach oben. Wir haben uns – der Bequemlichkeit halber – für die zweite Variante entschieden. Schön war auch, dass alle Zubringermöglichkeiten in einem Ticket enthalten waren – und das sowohl hin als auch wieder zurück. Beim Rückweg haben wir uns den Abstieg über die sehr steile Zugbrücke erspart und sind mit dem Panorama-Aufzug an der Burgmauer abwärts gesaust. Da der Tag noch jung war, haben wir anschließend noch einen Abstecher nach Pirna-Cotta A gemacht. Hier findet man die historische Heideschänke in malerischer Landschaft mit Blick auf Dresden. Mit seinen über 60 leckeren und preislich angemessenen Gerichten ein Gourmet-Ausflug für den Gaumen. Auch unser Maximilian hatte jede Menge Spaß im Streichelzoo, auf dem Spielplatz und am Koi-Teich, um den eine elektrische Eisenbahn herum fuhr. Auch für passionierte Radler ist Dresden ein Höhepunkt, denn der direkt an der Elbe entlang führende Radweg führt direkt von Dresden bis nach Cuxhaven – und das fast ohne Steigung.
Fazit:
Die Aparthotels Münzgasse sind absolut empfehlenswert. Ein First-Class-Service-Unternehmen, das mit Rat und Tat, sowie guten Tipps und kompetenter Hilfe, etc. stets parat stehen. Wir haben schon jetzt beschlossen, dass dies nicht unser letzter Ausflug nach Dresden war, denn es gibt noch so viel zu sehen und zu erleben – ob nun direkt in Dresden oder auch im Umland. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal sogar mit einem Besuch zu einer Aufführung in der Semperoper.
Mehr infos unter www.dresden-tourismus.de