Deutschland - Sachsen - Dresden


Aparthotel "Münzgasse"





Allgemeiner Hotelbereich Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


Service (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Gastronomie (allgemein) Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


Zimmer (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


 
Reisezeitraum: 22.07.2008 - 25.07.2008

Auf UrlaubTest Reise waren: Delida (44), Karl-Heinz (46) und Florian (5)

Hotel:
Das Aparthotel Münzgasse war, wie der Name es schon vermuten lässt, nicht mit anderen „normalen“ Hotels zu vergleichen. Das Hotel entstand im Jahre 2003. Nach der Überflutung der Dresdner Altstadt wurden ehemalige Büros in acht Einzelzimmer, dreißig Doppelzimmer, und sechs Dreibettzimmer, Appartements sowie zwei Zweiraum- und eine Dreiraum-Suite umgebaut. Wir sind mit dem Auto angereist und konnten das Auto zunächst auf dem Hinterhof abstellen. Die freundlichen Mitarbeiter wiesen uns dann einen eigenen Parkplatz zu, so dass wir den Wagen abstellen und zur Rezeption gehen konnten. Diese war eher klein und in einem der Appartements untergebracht. Man konnte die Appartements nur über den Hofeingang erreichen. Das hatte den Vorteil, dass nicht jeder, der über die belebte Münzgasse lief, in den Hausflur gehen konnte. Der Hof war aus Sicherheitsgründen auch mit Kameras überwacht.

Lage des Hotels:
Die Lage des Hotels war unbeschreiblich schön. Beim Verlassen des Hauses musste man ca. 200 Meter gehen und stand direkt vor der Frauenkirche. Das Hotel lag mitten im historischen Kern zwischen der Brühlschen Terrasse und der Frauenkirche. In der Münzgasse befanden sich viele verschiedene Restaurants und kleinere Geschäfte. Am Abend klang ein angenehmes Stimmengewirr von unten zu uns herauf. Da das Hotel so wunderbar zentral lag, haben wir das Auto während unseres Aufenthaltes in Dresden in dem vom Hotel angebotenen Parkhaus abgestellt und nicht einmal bewegt. Wir haben uns alles zu Fuß angesehen.

Appartements:
Die Appartements ließen keinen Wunsch offen. Das Schlafzimmer war sehr geräumig und hatte einen sehr großen Schrank. Die Betten waren hervorragend. Nicht nur, dass sie breit genug, sondern auch mit festen, sich sehr neu anfühlenden Matratzen ausgestattet waren. Das Kinderzimmer war mit einem eigenen Fernseher ausgestattet. Das Wohnzimmer war sehr gemütlich mit einem Dreier-, einem Zweier-Sofa und einem Sessel bestückt. Der Fernseher war aus der neuesten Generation. Zwar haben wir ihn nicht oft genutzt, weil wir ja immer lange unterwegs waren, aber ab und zu haben wir dann doch eingeschaltet. Die Küchenzeile, die mit einem Tisch und vier Stühlen vom Wohnzimmer getrennt war, bot alles was man so brauchte. Wir waren überrascht, dass sogar Filtertüten für die Kaffeemaschine vorhanden waren. Da ich nie ohne meinen Laptop in den Urlaub fahre, habe ich mich gefreut, dass ich online gehen konnte, da das Hotel über WLAN verfügte. Aber am meisten war ich über die Waschmaschine im Badezimmer überrascht. Und was mich sehr gefreut hat, war der Wasserstrahl unter der Dusche. Zum einen kam sofort warmes Wasser und zum anderen war der Wasserdruck so hoch, dass es wirklich zum angenehmen Erlebnis wurde zu duschen. Als ich meinen Sohn baden wollte, war die Badewanne in ca. 4 Minuten gefüllt. Bei diesen Appartements kann ich es wirklich verstehen, dass viele Sänger der Semperoper sich dort für viele Monate einmieten. Wir haben uns rundum Zuhause gefühlt.

Frühstück:
Das Frühstück wurde nicht direkt im Hotel angeboten, da es dort kein Restaurant gab. Das Hotel hat sich hierfür mit einem Gasthaus ganz in der Nähe zusammen getan. Dieses war in wenigen Gehminuten zu erreichen. Das Frühstück war reichhaltig und lecker. Wurst, Käse, Kaffee, Tee oder Kakao so wie die Eierspeisen (Rührei mit oder ohne Schinken und gekochte Eier) wurden an den Tisch gebracht. Alles andere konnte man sich nach Lust und Laune am Büffet zusammenstellen. Dort wurden verschiedene Brötchen und Brotsorten angeboten und wir konnten uns noch entscheiden, ob wir Streichkäse, Nutella, Marmelade, Obstsalat oder vielleicht doch verschiedene Küchlein zum Frühstück essen wollten. Mir fiel es jeden Morgen schwer mich zu entscheiden, da man ja nur eine begrenzte Magenkapazität hat.

Stadtrundfahrt:
Erst waren wir überrascht, dass „nur“ ein kleiner Panoramabus an dem Platz vor der Frauenkirche vorfuhr, aber dies stellte sich als großer Vorteil heraus. Da wir nur eine Gruppe von acht Personen waren, konnte sich unser Fremdenführer individuell auf uns einstellen. Mit viel Liebe zu seiner Heimatstadt stellte uns Herr Ziehnert Dresden vor. Er erzählte Anekdoten und Geschichten zu allen Sehenswürdigkeiten. Wir machten zwei Stopps. Den Ersten machten wir bei dem Lingnerschloss. Der Ausblick von dort über Dresden war wunderschön. Weiter ging es zur Pfundsmolkerei. In den Verkaufsräumen wurde man fast erschlagen von der Pracht der Porzellanwandverzierung. Jeder Fleck an den Wänden, Decken und Fußboden war mit Villeroy und Boch-Porzellan ausgekleidet. Passend zum Thema Milch waren oft Kühe abgebildet. Die Stopps waren genau richtig von der Zeit her, weil unser Sohn erst 5 Jahre alt ist und noch nicht so lange still sitzen kann und dann schnell das Interesse verliert. Nach ca. 2 Stunden war die Fahrt zu Ende. Die Zeit verging im Fluge.

Service:
Die Freundlichkeit in dem Hotel war mehr als zufrieden stellend. Uns sind in der kurzen Zeit, die wir dort waren zwei Missgeschicke passiert. Zum einen hat unser Sohn in der ersten Nacht Nasenbluten bekommen. Als wir am nächsten Morgen die Raumpflegerinnen darauf angesprochen haben meinten diese: „Das ist für uns kein Problem, wir haben eine gute Wäscherei, die bekommt das wieder raus.“ Wir wurden dann befragt, welches Appartement wir hatten. Die Bettwäsche wurde sogleich ausgetauscht. Zum anderen konnte ich mit meinem Laptop keine Internetverbindung herstellen, es wurde sofort ein Systemadministrator verständigt, der alles mehrfach überprüfte, bis festgestellt wurde, dass es an den Einstellungen an meinem Computer lag. Nicht nur diese zwei Erlebnisse, sondern die ganze Zeit waren alle sehr freundlich zu uns. Wir fühlten uns rundum gut umsorgt. Dazu gehörte auch der Tipp, die Angelegenheit mit der Bezahlung am Vorabend vorzunehmen, da man vielleicht am Abreisetag sonst zu viel Gedränge an der kleinen Rezeption (die demnächst vergrößert werden soll) vorfinden würde.

Ausflüge:
Der wichtigste Ausflug war natürlich die Besichtigung der Frauenkirche. Nur wenige Minuten vom Hotel entfernt stand diese imposante Kirche. Das Innere der Kirche konnte man kostenlos besichtigen. Vor dem Altar standen zwei ehrenamtlich tätige ältere Herren. Sie beantworteten jede Frage, die an sie gerichtet wurde. Man spürte die Liebe, die sie für diese wunderschöne Kirche empfanden. Sie war wirklich einzigartig. Vom Turm aus, den man für kleines Geld besteigen konnte, hatte man einen großartigen Blick über die historischen Gebäude. Man wusste gar nicht, wo man als erstes hin schauen soll. Als weiteres haben wir den Zwinger, die Kreuzkirche, die Brühlsche Terrasse und vieles mehr besichtigt. Einen Ausflug in das Verkehrsmuseum haben wir auch unternommen. Dort wurde ein 45 min Film über Dresden vor und nach dem Krieg gezeigt. Dort waren auch für unseren fünfjährigen Sohn viele interessante alte Fahrzeuge, die man auch von innen besichtigen konnte. An unserem Abreisetag sind wir dann das erste Mal mit dem Auto zu einer Sehenswürdigkeit gefahren, da es uns zu Fuß doch etwas weit war. Wir sind zum Großen Garten gefahren, um dort mit der Parkeisenbahn zu fahren. Unser Sohn war total begeistert.

Fazit:
Die Zeit in Dresden verging wie im Fluge. Wir haben uns dort so wohl gefühlt, dass mein Sohn am Vorabend der Abreise „oh schade“ meinte, als ich ihm sagte, dass wir am nächsten Tag abreisen würden. Wir können das Hotel mit allem Drum und Dran nur weiterempfehlen!

Mehr infos unter www.dresden-tourismus.de