Schweiz - Zürich - Zürich


City Hotel





Allgemeiner Hotelbereich Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


Service (allgemein) Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1Note: 1


Gastronomie (allgemein) Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


Zimmer (allgemein) Note: 2Note: 2Note: 2Note: 2


 
Reisezeitraum: 16.05.2008 - 18.05.2008

Auf UrlaubTest-Reise waren Rupert (51) und Viviane (44)

Gebucht war das „Frühlingszeit Arrangement“ inkl. Doppelzimmer Standard, Sektfrühstück und Zürich Spezialität sowie 24 Stunden Zürich Card Plus

Hotelbericht:
Das 3 Sterne Hotel City ist sehr verkehrsgünstig gelegen in der Nähe des Hauptbahnhofs Zürich in der Löwenstraße. Die nächste Straßenbahnhaltestelle „Löwenplatz“ ist 100 Meter entfernt und in fünf Minuten zu erreichen. Vier Linien führen zur nachfolgenden Haltestelle Hauptbahnhof, den man aber auch fußläufig in 15 Minuten erreichen kann. Auch die nördliche Bahnhofsstraße (die Haupteinkaufstraße Zürichs) ist in fünf Minuten Fußweg zu erreichen. Mittels Navigationsgerät war die Löwenstraße einfach zu finden, ohne wäre es uns schwerer gefallen. Sehr bequem war die großzügige Tiefgarage, die sich im, neben dem Hotel liegenden, Migros Einkaufscenter befand. Die Parkgebühr pro Tag war mit CHF 35,- (ca. € 22) sehr günstig für Züricher Innenstadtverhältnisse. Zum Einchecken konnte kurz vor dem Hotel auf dem Randstein geparkt werden. Es war halt Innenstadt. Trotz seiner zentralen Lage war das Hotel City bemerkenswert ruhig. Niemand würde glauben, dass man sich hier „in der City der City“ einer geschäftigen Großstadt befindet. Alles, was man als Gast in Zürich machen möchte, spielte sich unweit des Hotels City ab. Einkaufen in trendigen Geschäften, Bummeln durch die Altstadtgassen, Besuche von Kunstgalerien, eine Bootsrundfahrt auf der Limmat oder auf dem Zürich See.

Das Hotel City wurde den Winter über gänzlich renoviert. Das vierstöckige Hotel ist in die Nachbarschaftsbebauung integriert. Die Renovierung war meines Erachtens gut gelungen. Insbesondere das Badezimmer war hell – gut ausgeleuchtet – und funktional, und trotz einer gewissen Enge nicht zu klein. Zwei Personen konnten sich aber nicht gleichzeitig dort aufhalten. Ein Waschbecken und eine Badewanne mit Duschvorhang waren neben dem WC die Ausstattung. Ein integrierter Fön war sehr bequem und praktisch. Die Handtücher, Badetücher und Waschlappen wurden täglich gewechselt. Im ca. 16 qm großen Zimmer fand ein Doppelbett sowie ein kleiner Schreibtisch mit integrierter Minibar und einem Minisafe Platz. Eine nachträglich eingebaute Klimaanlage sowie ein Fernsehgerät und ein WLAN Anschluss fand man ebenfalls vor. Die Steckdosen waren nicht nach deutscher DIN Norm, es wurde ein Adapater benötigt, der aber gegen eine Leihgebühr an der Rezeption geliehen werden konnte. Das Bett war hervorragend gefedert. Bettdecke und Kissen waren bequem und mit hochwertiger Bettwäsche bezogen. Der Schrank war im kleinen Gang integriert, es war daher etwas eng zwischen der Tür zum Bad und dem Schrank. Nebeneinander stehen und vorbei gehen klappte nicht. Aber alles picobello sauber. Die Minibar war standardmäßig ausgestattet. Das Fenster führte zum Innenhof, in dem es leise war, aber natürlich keine großartige Aussicht präsentierte. Man kann eben nicht alles haben. Der Zimmerservice war immer sauber und diskret. Die Zürich Spezialität auf dem Zimmer war eine kleine Flasche Rotwein, angebaut in der Schweiz. Neben dem von uns genutzten Standard-Doppelzimmer bot das Hotel City insgesamt 68 Zimmer mit unterschiedlichen Qualitätsstufen an. Diese unterschieden sich in Ausstattung und Größe: Business (22 qm), Deluxe (25 qm) und Superior (21qm). Die Einzelzimmer Economy (11 qm), Standard (13 qm) und Business (15 qm) waren als Alternative für Einzelreisende oder Geschäftsleute buchbar. Ein kleiner Aufzug zur Erreichung der oberen Etagen ist natürlich vorhanden.

Im ersten Stock befand sich das Businesscenter, das einen sehr repräsentativen Eindruck hinterließ. Alle benötigten technischen Equipments waren vorhanden. Eine schöne Besprechungstischsituation lud ein, kleine Konferenzen abzuhalten. Daneben war noch eine Sitzpolstercouch vorhanden. Meines Erachtens sehr gut eingerichtet und trotzdem funktional. Für Konferenzen und Seminare stand im Hotel City ein moderner, heller Meeting Raum für bis zu 20 Personen (Theaterbestuhlung bis 40 Personen) zur Verfügung. Die Ausstattung, auf neuestem technischen Stand umfasste u. a. LCD-Projektor, PC-Station, Panaboard, Videorekorder, Hellraumprojektor, Fax/Telefon, Kopierer, DVD Player, CD-Projektor, Diaprojektor, Leinwand und Flipchart.

Im Restaurant des Hotel City erwartete die Gäste eine aktuelle "cuisine du marché" mit einer schönen Weinkarte. Zimmerservice war ohne Aufschlag während der Zeiten erhältlich, wenn das Restaurant nicht geschlossen war. Leider war das Restaurant am Wochenende nur für das Frühstück geöffnet. Mittag- und Nachtessen (wie die Schweizer sagen) war nicht möglich. Aber man fand wirklich Restaurants an jeder Ecke in dieser Gegend. Das Frühstück bestand aus drei Fruchtsäften, gut sortierte Teeboutique, verschiedene Käsesorten und Wurstsorten, Marmelade, Honig, Butter, Margarine usw., alles in Päckchen. Weiterhin gab es gutes offenes Müsli, gutes Brot und Brötchen. Das angebotene und gebuchte Glas Sekt war allerdings nicht mehr verfügbar. Nach längerer Diskussion zeigte sich das Hotel allerdings sehr großzügig. Es servierte eine Flasche Champagner. 

Die Buchungsbestätigung erfolgte zeitnah und übersichtlich per E-Mail durch das Hotel. Die zuerst genannte Deadline für den Check In bis 18.00 Uhr wurde nach einer kurzen Anfrage nach einem late Check In und der Übermittlung der Kreditkartendaten  anstandslos revidiert. Der Check In wurde von Frau Karin Shewita (Chef de Reception) außerordentlich freundlich und kompetent vorgenommen. Die erbetenen Restaurantreservierungen wurden sofort und unkompliziert durchgeführt. Auch die Tipps für Sehenswürdigkeiten waren unseren Ansprüchen genau gerecht. Der Check Out erfolgte freundlich und couragiert. Frau Shewita zeigte Format.

Das Hotel City Zürich gehört zur Kooperation der City Partner Hotels, der sich europaweit Hotels angeschlossen haben. Wir haben uns im Zürich City sehr wohl gefühlt. Alles sehr sauber, mit hellem und funktionellem Bad und die Größe des Zimmers war für die wenige Zeit, die man sich im Zimmer aufhielt absolut ausreichend.

24 Stunden Zürich Plus Card – Ausflüge - ein sensationelles Angebot für Wochenend-Touristen!

Wir haben im Rahmen der Plus Card eine Schifffahrt bis nach Rapperswil und die Rückfahrt mit dem Regionalzug kostenlos erleben können. Rapperswil ist eine wunderschöne romantische kleine und historisch interessante Kleinstadt. Viele reizvolle kleine Cafés und Restaurants liegen auf dem Weg zur alles überragenden Kirche. Die Schifffahrt nach Rapperswil dauerte ca. 1,5 Stunden. Entlang der Silberküste passierten wir die normalen Anlegestellen, die schicken Häuser und Terrassenanlagen huschten vorbei. Man roch den Wohlstand und wollte am liebsten hier bleiben. Alles war sehr gepflegt und die Gärten blühten in voller Pracht, egal ob Flieder oder sonstige Frühjahrsblumen. Nur die Rosen, dafür ist Rapperswil bekannt, waren noch nicht soweit. Das Mittagessen auf dem Schiff war einfach aber schmackhaft, und der Service war, wie überall in der Schweiz, sehr zuvorkommend und höflich.

Nach dem Stadtbummel durch Rapperswil machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Bahn fahren in der Schweiz ist gesellschaftlich anerkannt. Man trifft auch nur anständige und höfliche Menschen. Die Fahrt entlang der Goldküste führte uns über Küssnacht nach Zürich. Auch hier konnte man in die gepflegten Gärten und Häuser blicken. Die Züge waren ebenfalls komfortabel, auch in der 2. Klasse, wofür unser Ticket Gültigkeit hatte.

Angekommen am Hauptbahnhof in Zürich sind wir gleich in die nächste Straßenbahn gestiegen, hinauf auf den Berg zum Kunsthaus Zürich. Alle Fahrten mit Bus und Straßenbahn waren in der Plus Card inklusive. Auch der Eintritt in das Kunsthaus war frei. Das Kunsthaus beherbergt eine große Sammlung Alter Meister, Impressionisten und Expressionisten. Ebenso ist die Sammlung Giacometti einmalig auf der Welt.

Zurück zum Hauptbahnhof – Einstieg in die S-Bahn 2 zum Uertliberg. Ein Highlight war diese Bahnfahrt auf den Uertliberg ins Restaurant „Top of Zurich“. Zuerst vorbei an Bürohäusern, dann Wohnanlagen (sehr gepflegt), es wurde es immer ländlicher, die Häuser hatten alte eingewachsene Gärten, die Häuser stammten aus der letzten Jahrhundertwende. Bis es dann bergan ging. Nun kamen die Wiesen und die Wälder. Es war leider nicht so gutes Wetter, es regnete und Nebel stieg auf. Die letzten Stationen wurden von normalen Fahrgästen kaum noch genutzt, alle fuhren zur Endstation. Aber Vorsicht! Die Gaststätte an der Station ist nicht das „Top of Zurich“, dorthin müssen Sie noch 20 min auf einer Schotterstrasse bergan gehen, also bitte nicht in Stöcklschuhen gehen, obwohl das Restaurant eigentlich dieses Niveau erwartete. Oben angelangt hatte man einen einmaligen Blick in Richtung Zürich und Zürichsee. Leider haben wir dieses Mal davon nichts gesehen. Wie gesagt, es regnete und die Landschaft war im Nebel verhüllt. Was man uneingeschränkt empfehlen konnte, ist die Speisekarte, sprich das Essen „Top of Zürich“. Service haben wir schon flotter erlebt. An schönen Abenden sollte man den Weg nicht auf sich nehmen, ohne vorher reserviert zu haben. 

Anschließend ein Bummel durch Zürich. Die Bahnhofstraße ist die „5th Avenue“ von Zürich. Man muss zu Leuschner und Schoko-Früchte kaufen, muss eine Schoki bei Sprüngli trinken, ein Kübli in einer Trattoria trinken und bei Türler Uhren die schweizerische Feinmechanik bewundern. Vorbei am Hotel Baur au Lac und die Rolls Royces betrachten, die hier vor der Tür stehen. Luxus pur – pur – pur. Dann hinunter zum See.

Abends sollte man in Zürich in eine Traditionsgaststätte der Zünfte gehen. Wir waren am Freitagabend in der Gaststätte der Metzgerzunft, im „Widder“, dem Wappentier der Metzger. Als Traditionsgericht empfahl der Restaurant Supervisor Hans-Peter Sattler das Feiertagsessen „Züricher Geschnetzeltes“. Warum Feiertagsessen? Sattler klärte uns auf: Früher war es schon fast ein Frevel, ein Kalb zu schlachten und dann noch Pilze ins Essen zu geben. Somit gab es das Geschnetzelt nur an hohen Feiertagen. Sattler ist ein sehr belesener und aufmerksamer Gastgeber. Es machte Freude mit ihm über Essen, Weine und Business zu reden. (Eigentümer des Hotels „Widder“ ist die Bank UBS). Ein Muss (!) war die Bar im Hotel Widder. Weltweit gibt es meines Erachtens keine Bar, die von der Qualität und der Auswahl an Single Malt Whiskeys besser sortiert ist wie diese. Dazu noch ein brillanter Pianoplayer, und ans Nachhause gehen wird so früh nicht gedacht.

Am Sonntagmorgen war in der Bahnhofstrasse nichts los. Alle Bars und Cafés hatten geschlossen. Wunderbar ausweichen können Sie in die Neustadt, unterhalb des Kunsthauses. Dort sind die Straßenrestaurants ab 12.00 Uhr geöffnet. Sie haben eine wunderbare Auswahl zwischen Galerien, Kunst- und Lebensstilen.

Leider konnten wir weitere Möglichkeiten der Plus Card mangels Zeit nicht testen. Denn die Heimreise war fällig – das wunderbare Weekend in Zürich war zu Ende.

Fazit - auf ein baldiges Wiedersehen im Hotel City und Züri. Eine dicke Weiterempfehlung von unserer Seite. Salü.


Mehr Informationen auf    http://www.hotelcity.ch